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Veitshöchheim
Spannende Zukunft als Mechatroniker
331 Kfz-Mechatroniker beenden ihre Ausbildung. Bei der Freisprechungsfeier der Innung erfuhren die jungen Menschen, dass die Zeit des Lernens nicht vorbei ist.
331 Auszubildende des unterfränkischen Kraftfahrzeug-Gewerbes wurden bei Freisprechungsfeier der Innung in den Mainfrankensälen frei gesprochen.
Foto: Dieter Gürz | 331 Auszubildende des unterfränkischen Kraftfahrzeug-Gewerbes wurden bei Freisprechungsfeier der Innung in den Mainfrankensälen frei gesprochen.
Dieter Gürz
 |  aktualisiert: 21.03.2019 02:10 Uhr

Für 331 Kfz-Mechatroniker-Lehrlinge, darunter 16 junge Frauen, war die Freisprechungsfeier in den Veitshöchheimer Mainfrankensälen am Sonntagmorgen ein besonderer Tag.

Die Kfz-Innung Unterfranken mit Obermeister Roland Hoier und Geschäftsführer Michael Frank an der Spitze, bereitete den Junggesellen in Anwesenheit einer großen Anzahl von Eltern, Lehrmeistern, Mitgliedern der Prüfungsausschüsse und Ehrengästen eine sehr schöne und kurzweilige Feier. Das Musik-Duo "Miss Sophie and The Groove" begeisterte mit aktueller Musik wie "An Tagen wie diesen" der Toten Hosen und die beiden Cheerleader-Teams "Rise" und "Ignete" des TV Würzburg 1873 mit atemberaubenden Show Acts.

Vom Lehrling zum Gesellen

"Gänsehautfeeling" gab es bereits zu Beginn, als die Auszubildenden unter den Klängen des Andreas Bourani-Songs "Ein Hoch auf uns" in den Saal einzogen, von den über 400 Gästen mit Standing Ovation empfangen.

Josef Möhler, Vorsitzender des aus 182 Personen bestehenden Prüfungsausschusses der Innung, sprach die 331 jungen Menschen von den Pflichten in der Zeit ihrer dreieinhalbjährigen Ausbildung als Kfz-Mechatroniker frei und hob sie in den Stand von Gesellen. Jedem Einzelnen wurde dann auf der Bühne der Gesellenbrief ausgehändigt, der ihm bescheinigt, dass er sich sowohl in Theorie als auch in der Praxis fundierte Kenntnisse in der Automobiltechnik erworben haben.

Die neun Prüfungsbesten in den drei Kategorien (PKW, LKW und Fahrzeugkommunikation) durften sich über eine Urkunde und einen Förderpreis von 100, 150 und 200 Euro der Ehrenobermeister-Josef-Pfister-Stiftung freuen. Die Betriebe der drei Erstplatzierten erhielten die Ausbildungspreise 2019 der Kfz-Innung. Hinter den Prüfungsbesten stehen von links Prüfungsausschuss-Vorsitzender Josef Möhler und Innungsobermeister Roland Hoier
Foto: Dieter Gürz | Die neun Prüfungsbesten in den drei Kategorien (PKW, LKW und Fahrzeugkommunikation) durften sich über eine Urkunde und einen Förderpreis von 100, 150 und 200 Euro der Ehrenobermeister-Josef-Pfister-Stiftung freuen.

Als Festrednerin der Feierstunde eröffnete Sylvia Gerl, Geschäftsführerin der Bundesfachschule für Betriebswirtschaft im Kraftfahrzeuggewerbe im niedersächsischen Nordheim den frischgebackenen Kfz-Mechatronikern, dass jetzt der "Welpenschutz" vorbei ist. Für die frischgebackenen Gesellen  gäbe es weiter ganz viel zu lernen, denn das Auto stünde noch lange nicht vor dem Aus. Im Gegenteil: Es gebe keine andere Branche, die spannender ist und keine, in der so viel Bewegung stecke. Digitalisierung und Elektrifizierung verändere die automobile Welt rasant, eröffne gleichzeitig aber auch wunderbare Perspektiven.

Viele Kfz-Betriebe befänden sich schon heute auf dem Weg zur Visualisierung des Vertriebs und zur "vernetzten Werkstatt". Online-Terminvereinbarung, digitale Direktannahme, Video-Service-Checks oder Online-Diagnose sind laut Geschäftsführerin Gerl schon heute im Einsatz, Fernwartung und Ferndiagnose in der Entwicklung.

Weiterbildung zum Automobilökomom 

Gerls Appell an die jungen Leute: "Bleiben Sie am Ball, bilden sie sich fort und nutzen Sie die vielfältigen Möglichkeiten." Diese erstrecken sich vom Servicetechniker und Kfz-Meister, der Übernahme eines Betriebes bis zu einer Weiterqualifizierung zum Kfz-Betriebswirt oder zum Automobilökonomen. Gerl: "Sie werden nicht nur gebraucht, Sie werden händeringend gesucht." 

Als krönenden Abschluss der Freisprechungsfeier verlosten die Festrednerin und der Innungsobermeister zehn hochwertige Preise von Sponsoren unter den Freigesprochenen, darunter auch zwei Eintrittskarten für ein Bundesligaspiel von Borussia Dortmund.

 
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