
Im Rahmen der "Woche ohne Plastik" feierte die evangelische Philippuskirche Eisingen einen interaktiven Gottesdienst mit großen und kleinen Besuchern. "Die Bewahrung der Schöpfung ist eine zentrale Aufgabe der Kirche", so Pfarrerin Kirsten Müller-Oldenburg. "Unserer Gemeinde liegt dieses Thema sehr am Herzen."
Da Plastik auch in den Meeren und im Grundwasser ein Problem darstellt und das Thema "Wasser" derzeit besonders im Fokus der Aufmerksamkeit ist, blickte der Gottesdienst aus biblischer Sicht auf das Wasser als Symbol für das Leben.
Der Gottesdienst begann kindgerecht mit einem Anspiel nach Gaby Deibert-Dam: Einige Tiere hatten sich zu einer Wasserkonferenz versammelt, um über das Problem des Trinkwassers zu reden: Sowohl in Afrika als auch in Europa wird das Wasser knapp, bemängelte die Giraffe. Manche finden nur noch schmutzige Pfützen, zugleich gibt es Überschwemmungen. Die Gletscher schmelzen, stellte der Alpensteinbock fest. Die Schlange wusste, wer dies zu verantworten hat: sie war im Paradies dabei, als Gott den Menschen beauftragte, die Erde zu bewahren. Aber es gab doch auch Gutes zu berichten. Wer im Wasser schwimmt, kann das herrliche Nass genießen und auch Futter darin finden. Der Löwe fasste schließlich zusammen, dass die Sache mit dem Wasser ernst ist, aber nicht aussichtslos.
Anschließend durften die Besucher Vogeltränken aus Tontellern basteln und bemalen. So entstanden nützliche Wasserstellen für heimische Vögel und Insekten.
Auf blauen Wassertropfen konnte man notieren, aus welcher Quelle man Kraft schöpft und diese in ein "Inspirationsmeer" aus blauem Tuch legen. Familie, Kinder, Glaube und der Gesang der Vögel im Frühling wurden genannt.
Zum Schluss verteilte Heinrich Kilian, Umweltbeauftragter des Kirchenvorstandes, Tagebücher zur "Woche ohne Plastik", in die Erfahrungen eingetragen werden können. "Wir wollen nicht mit erhobenem Zeigefinger auftreten, sondern miteinander ins Gespräch kommen", sagt Kilian.
Von: Christel Hüttner (für die evangelische Gemeinde Philippuskirche)