
Karl Erhard hat über 20 Jahre im Mordkommissariat K1 in Würzburg gearbeitet. In der neuen Folge Mordsgespräche ist er zu Gast und spricht mit den Moderatorinnen Désirée Schneider und Silke Albrecht über seinen Beruf. Der pensionierte Kommissar erzählt von dem einen Mordfall aus seiner Karriere, der ihn nicht loslässt, von 16-Stunden-Tagen im Job von den schwierigen Momenten, wenn man Angehörigen die schlimmste aller Nachrichten überbringen muss.
Eigentlich wollte Karl Erhard Pfarrer werden - zumindest als Kind. Rückblickend gibt er zu, dass er für diesen Beruf wohl nicht wirklich geeignet gewesen wäre. Für den eines Mordermittlers dafür umso mehr. "Dass man eine gute Menschenkenntnis besitzt", sei besonders wichtig für eine Laufbahn als Mordermittler sagt Erhard. Dazu gehöre das Gespür, wann man in einer Vernehmung die richtigen Fragen stellt.
Nimmt man als Maßstab die Fälle, die Karl Erhard lösen konnte, verfügt er über eine ausgezeichnete Menschenkenntnis. Kein Mord blieb ungeklärt. Nur einen Cold Case, der Mord an der jungen Irin Sharon Harper, den sich Erhard 2008 vornahm, konnte auch er nicht weiterbringen. Obwohl es nach einem Aufruf neue Hinweise gab, verlief die Ermittlung im Sande. Was denkt er heute darüber?