
Seit über 30 Jahren ist die Christusgemeinde mit ihren Freunden in Ruvuma (Tansania) partnerschaftlich verbunden. Jedes Jahr feiert sie in ihrer Gemeinde einen Partnerschaftsgottesdienst, in dem sie ganz besonders an ihre tansanischen Partner denkt, so auch in diesem Jahr. Sie beten für ihre Partnerschaft und zünden als Zeichen der Freundschaft die drei Kerzen des Partnerschaftsleuchters an.
Es kamen in diesem Jahr zwar keine tansanischen Gäste in die Christuskirche, doch ließ die landestypische Musik des Tansaniachors unter Leitung von Uwe Feulner eine große Verbundenheit mit den Partnern spüren. Ein Video-Gruß von Amon Mwenda, Bischof der Diözese Ruvuma, überbrückte die Entfernung zwischen beiden Ländern. "Was bringt uns als Partner zusammen? Was hält uns zusammen trotz aller Unterschiede?", fragte Partnerschaftsbeauftragte Kirsten Bähr. "Es ist das Kreuz, das unsere Kirchen verbindet. Das Kreuz steht für Christus, der uns als Christinnen und Christen zusammenbringt." Pfarrer Johannes Müller, der seinen Talar kurzentschlossen gegen eine afrikanische Bekleidung ausgetauscht hatte, ermutigte in seiner Predigt nach vorne zu schauen, statt rückwärtsgewandt zu leben. Er veranschaulichte das durch das einprägsame Bild eines Radfahrers, der nach vorne schauen muss, um nicht zu verunglücken. Nach dem Gottesdienst zog die Gemeinde zu den Klängen des Tansaniachors von der Kirche in den Gemeindesaal. Dort stärkten sich alle bei Kaffee und hausgemachtem Gebäck in gesprächiger Runde. Bei dieser Gelegenheit wurde in Worten und Bildern über die Eindrücke von der Reise 2024 nach Ruvuma berichtet. Das Waisenprojekt "Jirani Mwema" (Guter Nachbar) hat weiterhin Priorität und Spenden hierfür sind immer willkommen. Wichtig ist beiden Partnern, dass die Partnerschaft nicht auf die Projektarbeit reduziert wird, sondern auf menschlichen Beziehungen zueinander gründet.
Von: Kirsten Bähr (Ev.-luth. Kirchengemeinde Christuskirche)
