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Unterpleichfeld
Neubau der Pleichachtal-Grundschule mit Hort liegt im Zeitplan
Standfeste L-Steine als Stützmauer wurden am künftig barrierefreien Zugang zur Kirche St. Nikolaus in Rupprechtshausen gesetzt. Im Zuge der Baumaßnahme werden auch das Umfeld der Kirche und der Friedhof neu gestaltet.
Foto: Irene Konrad | Standfeste L-Steine als Stützmauer wurden am künftig barrierefreien Zugang zur Kirche St. Nikolaus in Rupprechtshausen gesetzt. Im Zuge der Baumaßnahme werden auch das Umfeld der Kirche und der Friedhof neu gestaltet.
Irene Konrad
 |  aktualisiert: 03.04.2025 02:38 Uhr

Tüchtig geschafft wird zurzeit rund um die kleine Kirche St. Nikolaus im Unterpleichfelder Ortsteil Rupprechtshausen. Weil die Kirche und der Friedhof darum herum barrierefrei erschlossen werden und drei Urnenstelen aufgestellt werden sollen, sind Bauarbeiter am Werk. Über den Fortschritt der Arbeiten informierten Bürgermeister Alois Fischer und Manuel Zocoll vom Bauamt der Gemeinde.

Die Betonplatten der bisherigen Wegflächen wurden bereist aufgebrochen, Grabsteine gesichert sowie die Stützwand entlang des neuen Weges gesetzt. Die Baumaßnahme soll im Frühsommer abgeschlossen sein und wird voraussichtlich knapp 70.000 Euro kosten. Beim Verlegen der neuen Pflastersteine bittet die Gemeinde um ehrenamtlich Helfende.

In der Gemeinderatssitzung ging es zunächst um mehrere Verkehrsschilder und um Parksituationen im Dorf. Ein Mitarbeiter des Zweckverbands "Interkommunale Zusammenarbeit Mainfranken" (ZVIZM) wies die Gemeinde auf unzureichende beziehungswiese deutlichere Beschilderung für den ruhenden Verkehr hin. Außerdem soll die problematische Parksituation in der Straße Schloßweth mittels einer eingeschränkten Halteverbostzone entschärft werden.

Der Gemeinderat stimmte allen Änderungen einstimmig zu. In der Schloßweth werden zwölf Parkplätze ausgewiesen. Nur dort ist das Parken künftig erlaubt. Das gesamte Gewerbegebiet Spielleite II wird als eingeschränkte Halteverbotszone ausgewiesen. Der Lieferverkehr der Gewerbebetriebe kann weiterhin be- und entladen. Das absolute Halteverbot in der Langhausstraße bleibt bestehen.

In der Burggrumbacher Straße werden beim Landratsamt die Verlegung von Tempo-30-Schildern im Bereich des Kindergartens, der Feuerwehr und des Schulwegs von der Weingartenstraße her beantragt.

Fortschritte gibt es beim Neubau der Pleichachtal-Grundschule. Bauhofmitarbeiter Zocoll zeigte dem Ratsgremium ein Video, das von einer Drohne aufgenommen wurde. Die Einteilung der Räume war darauf gut zu sehen. "In der nächsten Woche kommt die Decke auf das Erdgeschoss", erklärte Bürgermeister Fischer. Insgesamt sei der Neubau der Grundschule in der Schulstraße mit integriertem Hort sowie der Schul- und Gemeindebücherei im Zeitplan.

Weniger erfreulich sind drei Nachträge, die die Firma HMS Bausysteme bei dem an sie vergebenen Gewerk "Holzbau und Zimmereiarbeiten" gestellt hat. Ein Nachtrag von rund 73.000 Euro sei berechtigt und wurde vom Architekturbüro "Baurconsult Architekten und Ingenieure" in Haßfurt geprüft und freigegeben. Erst nach den konkreten Vorgaben des Prüfstatikers war der Firma HWS die Erstellung der realen Werks- und Montageplanung im Hinblick auf nötige Verbindungsmittel möglich. 

Was die Ratsmitglieder mehr schmerzt, sind die Schadensersatzforderungen, die HWS wegen entstandener Bauverzögerungen erhoben hat. Sie beruhen offensichtlich auf der verspäteten Weitergabe von Detailplänen. Eine Fachanwaltskanzlei sei mit der Überprüfung des Falls beauftragt worden.

Gemeinderatsmitglied Robert Wild bat erneut und dringlich, "dass wir von den Architekten zeitnah und detailliert alle Informationen bekommen, insbesondere bei noch offenen Punkten". Die Verwaltung wurde beauftragt, bei den aktuell am Grundschulneubau arbeitenden Firmen nachzufragen, "ob alles passt".

Naturnahe Gestaltung örtlicher Gewässer abgelehnt

Aus fachlichen und sachlichen Gründen stimmt der gesamte Gemeinderat einem Beschluss des Wasserwirtschaftsamtes Aschaffenburg nicht zu. Es geht um ein Konzept für die Ober- und Mittelläufe der Pleichach (mit Grumbach), der Kürnach und des Dürrbachs. Die Gewässer III. Ordnung sollen in den gesetzlich geforderten "guten ökologischen Zustand" versetzt werden. Im Wesentlichen handelt es sich um die naturnahe Umgestaltung, die Neuanlage von Ufergehölzen und um Durchlässe.

Obwohl die Gemeinde die Umweltmaßnahme begrüßt, gebe es im Ortsbereich aufgrund der bestehenden Infrastruktur fachliche Gründe für das Ablehnen der Pläne. Zudem habe die Gemeinde aufgrund ihrer finanziellen Situation neben der Erfüllung der Pflichtaufgaben im Moment "leider keinen Spielraum für derartige Zukunftsaufgaben".

Keine Einwände hat der Gemeinderat zur geplanten Änderung des Regionalplans der Region Würzburg im Hinblick auf die Windenergie. Er hat außerdem über die Beschaffung des neuen Feuerwehrautos GW-L 1 für die Feuerwehr Unterpleichfeld gesprochen, einem kleinen Grundstückverkauf von 0,25 Quadratmetern zur Grenzbegradigung in der Gemarkung Unterpleichfeld zugestimmt und die Übernahme der Verwaltungsarbeiten des Zweckverbands Abwasserbeseitigung Obere Pleichach ab Mai 2026 in Aussicht gestellt.

Die Kirche St. Nikolaus in Rupprechtshausen wird barrierefrei mit einem neuen Weg erschlossen und der Friedhof wird umgestaltet.
Foto: Irene Konrad | Die Kirche St. Nikolaus in Rupprechtshausen wird barrierefrei mit einem neuen Weg erschlossen und der Friedhof wird umgestaltet.
 
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