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Würzburg
Medizinstudenten behandeln kranke Kuscheltiere
Bearbeitet von Jochen Jörg
 |  aktualisiert: 04.04.2025 02:39 Uhr

Nachdem rund 950 Kinder im vergangenen Jahr die Wiederaufnahme der Teddyklinik unvergesslich gemacht haben, werden auch in diesem Jahr von Dienstag, 13. Mai, bis Donnerstag, 15. Mai, wieder ihre Türen geöffnet. Die Veranstaltung wird von Studierenden der Studiengänge Medizin, Zahnmedizin, Biomedizin, Pharmazie und Hebammenwissenschaft der Universität Würzburg unter der Schirmherrschaft von Prof. Dr. Christoph Härtel, Direktor der Universitäts-Kinderklinik Würzburg, im Innenhof der Kinderkrankenpflegeschule organisiert.

Für alle, für die das Konzept der Teddyklinik neu ist: Ihr Ziel ist es, Kindern auf spielerische Art und Weise die Angst vor Arztbesuchen und Krankenhausaufenthalten zu nehmen. Dazu zählt jedoch nicht, mögliche gesundheitliche Probleme der Kinder zu thematisieren oder deren Kuscheltiere zu reparieren.

Nach einer Vorbereitung der Thematik durch die Kindergärten kommen die Kinder mit ihren „kranken“ Kuscheltieren (z.B. Bauchschmerzen, gebrochene Arme oder Pfoten) zur Anmeldung in die Teddyklinik. Zuerst steht ein kurzer Aufenthalt im Wartezimmer an, wo unter anderem Name, Gewicht und Größe der Kuscheltierpatienten aufgenommen werden. Anschließend werden die besorgten Teddy-Eltern mit ihrem kranken Kuscheltier liebevoll durch Studierende, die sich in diesen Tagen als „Teddydocs“ engagieren, betreut.

Gemeinsam untersuchen sie die kranken Kuscheltiere, wobei die Behandlung Abhören und Abtasten, Ohren spiegeln und Fieber messen umfasst. Wenn nötig, erfolgt daraufhin die Begleitung zum Teddy-Röntgen, zum Ultraschall und in den Teddy-OP. Hier dürfen sich die Kinder als Operateure versuchen und anschließend ihr Kuscheltier auch mit bunten Verbänden und Pflastern versorgen. Neben dem Labor, wo durch einfache Versuche „Blutproben“ der Kuscheltierpatienten untersucht werden, erhalten die Teddy-Eltern in der Apotheke von Pharmaziestudierenden alles, was sie für die Weiterbetreuung ihrer Patienten zu Hause benötigen.

Natürlich hat auch das Thema Zahngesundheit und richtiges Zähneputzen seinen Platz in der Teddyklinik. Hier wartet auf die Kinder eine altersgerechte Vorführung der Zahnputztechniken durch Studierende der Zahnmedizin.

Ein weiteres Highlight des Besuches der Teddyklinik ist der Rettungswagen der Johanniter, der den Kindern ganz frei zur Erkundung und Inspektion zur Verfügung steht und auch das ein oder andere Mal das Blaulicht erscheinen lässt.

Die Kapazitäten reichen dabei für etwa 400 Kinder pro Tag, sodass insgesamt rund 1200 Kuscheltiere behandelt werden können. Die Sprechstunde für Kindergärten ist nach Anmeldung Dienstag bis Donnerstag von 9 bis 13 Uhr und für alle, die gerne privat mit ihrem kuscheligen Patienten vorbeikommen möchten, gibt es Dienstag bis Donnerstag von 13 bis 16.30 Uhr freie Sprechstunden.

Das Konzept der Teddyklinik wird in zahlreichen deutschen und europäischen Städten auf ähnliche Weise umgesetzt und findet so großen Anklang und viel Begeisterung. In diesem Jahr findet die Teddyklinik zum 20. Mal in Würzburg statt.

 
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