Die Künstlerin Anita Melber staunte nicht schlecht, als sie die Anmeldungen zu ihrem Nachmittagsmalkurs für Zugewanderte sah: Diesmal waren es ausschließlich junge Männer, die die Chance nutzten, sich unter ihrer Anleitung im Acrylmalen zu versuchen bzw. ihr Talent unter Beweis zu stellen. Großzügigerweise hatte Stefanie Kiesel ihr TonArt Atelier mitten in der Stadt für die gute Sache zur Verfügung gestellt. Bei kreativem Tun konnten die Maler, die auch Teilnehmer eines Integrationssprachkurses bei Kolping sind, gleichzeitig ihren Wortschatz in Sachen Farben, Materialien, Bildbeschreibungen erweitern und sich in deutscher Sprache austauschen. Theorie und Praxis wurden so nachhaltig miteinander verknüpft, wie die Integrationsbeauftragte von Kolping, Dr. Sigrid Mahsberg, feststellte. Die Teilnehmer waren mit viel Freude bei der Sache und konnten - nach Überwindung einiger Anfangsschwierigkeiten - stolz ihr eigenes Leinwandbild nach Hause tragen. Der Malkurs war Teil eines vom Kulturamt der Stadt Würzburg geförderten Integrationsprojekts, innerhalb dessen Selbstwertgefühl und Eigenständigkeit junger Menschen mit Aufenthaltsstatus gestärkt werden sollen. Künstlerisches Schaffen wie Malerei oder Musik ermöglicht zudem Kommunikation, unabhängig von Sprache. Anita Melber zeigte sich mit den Ergebnissen dieses jetzt schon dritten Malkurses für junge Zugewanderte sehr zufrieden.
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