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Würzburg
Kinderporno-Fall: Pro Familia will Präventionsarbeit ausbauen
Der schwere Missbrauch von Kindern durch einen Würzburger Logopäden beschäftigt auch Pro Familia. Mehr Schutzkonzepte sind nötig, dafür braucht es aber vor allem eines.
Mehr Beratungen listete der Pro-Familia-Bezirksverband Unterfranken in seiner Jahresstatistik auf. Die Nachfrage nach Präventionsangeboten gegen sexuellen Missbrauch stieg deutlich an.
Foto: Arne Dedert, dpa | Mehr Beratungen listete der Pro-Familia-Bezirksverband Unterfranken in seiner Jahresstatistik auf. Die Nachfrage nach Präventionsangeboten gegen sexuellen Missbrauch stieg deutlich an.
Melanie Jäger
Melanie Jäger
 |  aktualisiert: 07.04.2020 12:43 Uhr

Angesichts des Kinderporno-Falles in Würzburg fordert der Bezirksverband Pro Familia mehr Geld für Schutzkonzepte, Beratung  und sexualpädagogische Aufklärung. "Der Fall ist von immenser Bedeutung auch und gerade für alle, die mit Prävention und Beratung zu tun haben", sagte Hans-Peter Breuner, Fachberater bei sexueller Misshandlung im Rahmen einer Pressekonferenz  zur Statistik 2018 der staatlich anerkannten Beratungsstelle in Unterfranken. Die vielen Anfragen aktuell von Kitas nach Beratung, Elternabenden und der Erstellung eines Schutzkonzeptes zeigten vor allem eines: "Wir müssen unsere Arbeit ausweiten." Doch genau dort wird es problematisch, denn schon jetzt stoßen die Berater aufgrund der hohen Nachfrage an ihre Grenzen. "Wir brauchen mehr Geld", sagt Beate Schlett-Mewis, Leiterin der Beratungsstelle für Schwangerschaftsberatung und Sexualpädagogik in Würzburg.

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