
Wieder einmal außerhalb des Rathauses, dieses Mal im Schützenhaus in Adelhofen, trat der Simmershöfer Gemeinderat zu seiner jüngsten Sitzung zusammen. Neben einigen aktuellen Themen wollte das Gremium auch das Schützenhaus, das ursprünglich als Schulgebäude errichtet wurde und inzwischen auch als Dorfgemeinschaftshaus dient, näher kennenlernen.
Stellvertretender Bürgermeister Ernst Kilian führte die Ratskollegen und Bürgermeister Florian Hirsch durch das im Jahre 1963 erbaute Gebäude, das bis 1975 die Dorfschule beherbergte. Danach wurde es zehn Jahre lang an den Landkreis verpachtet und diente als Schulungsraum für den Katastrophenschutz. Im Jahr 1987 wurde es zum Schützenhaus umgebaut.
Mangels einer Gaststätte wurde das Gebäude nach und nach zum Treffpunkt für das gesamte Dorf. Hier trifft man sich zum Frühschoppen, hier finden Vereinsveranstaltungen statt, treffen sich die Feuerwehr und der Gartenbauverein zu Versammlungen oder die Kartfreunde zu einem Schafkopfturnier.
Noch immer hat auch der Schützenverein mit rund 130 Mitgliedern sein Domizil im Gebäude. Im Keller wie im ehemaligen Schulsaal befinden sich die Schießstände. Hier werden Wettkämpfe der Schützen ausgetragen. Wie Schützenmeister Simon Gebhardt zu berichten wusste, beteiligt sich der Verein mit seinen rund 130 Mitgliedern aktuell mit elf bis zwölf Schützen, aufgeteilt in zwei Mannschaften, an Rundenwettkämpfen.
Nachdem einzelne Sanierungsmaßnahmen am und im Gebäude in den vergangenen Jahren durch das Regionalbudget der kommunalen Allianz gefördert wurden, prangt am Gebäude auch der Schriftzug "Gemeindehaus Adelhofen". Zu den geförderten Maßnahmen gehörten die Verlegung neuer Böden sowie die Dämmung einer Außenwand und der Einbau einer neuen Zugangstür.
Auch in diesem Jahr wurde kurzfristig wieder ein Förderantrag gestellt. Im Schulsaal soll eine Schallschutzdecke eingebaut werden. Die Kosten werden auf 15.500 Euro geschätzt, die kommunale Allianz stellt Fördergelder von bis zu achtzig Prozent, gedeckelt allerdings bei 10.000 Euro in Aussicht.
Zum Kinderferienprogramm hat sich die Gemeinde in diesem Jahr für eine der Theateraufführungen wie auch um das Spielmobil des Landkreises beworben. Termin und Thema der Theateraufführung hat man dabei offen gelassen, um die Wahrscheinlichkeit für eine Zusage möglichst hoch zu halten.
Sollte die Gemeinde eine Zusage für eines der drei angebotenen Theaterstücke erhalten, wird dies in der Musikhalle in Equarhofen aufgeführt. Standort für das Spielmobil wird das Sportgelände in Hohlach, bei schlechtem Wetter das Schützenhaus in Adelhofen sein. Wenn jemand privat einen Beitrag zum Ferienprogramm für die Sommerferien leisten will, hat er oder sie die volle Unterstützung der Gemeinde, ermunterte Bürgermeister Florian Hirsch.
Weiter informierte der Bürgermeister über den aktuellen Stand hinsichtlich der Reparatur der Steinachbrücke auf Hohlacher Gebiet. Die im Jahr 1935 erbaute Brücke war vor geraumer Zeit durch einen Unfall beschädigt worden, wobei der Unfallfahrer oder die Unfallfahrerin sich unerkannt von der Unfallstelle entfernt hat, so dass die Gemeinde selbst für die Reparaturkosten aufkommen muss.
Ursprünglich sollte das Pflaster auf der Brücke wieder eingebaut werden, die beauftragte Firma aber hat davon abgeraten. Stattdessen wurde die schadhafte Seite der Brücke, die einen Flurweg über die Steinach trägt, provisorisch mit einer Schotterdecke versehen. Hirsch gab zu bedenken, ob es nicht sinnvoll sei, die Brücke insgesamt mit einer Asphaltdecke zu versehen. Man könnte die Schotterdecke provisorisch belassen, bis in der Nähe wieder Asphaltarbeiten anstehen und dann kostengünstig einen Belag aufziehen.
Ferner erläuterte der Bürgermeister Planungen für Arbeiten des Bauhofes im laufenden Jahr.
