
Um gefährdete Amphibienarten wie die Gelbbauchunke und den Springfrosch zu erfassen, werden in den kommenden Monaten im Landkreis Würzburg Kartierungsarbeiten durchgeführt. Ziel der Arbeiten der Landesanstalt für Wald- und Forstwirtschaft (LWF) ist es, den aktuellen Erhaltungszustand zu dokumentieren und die langfristige Erhaltung der Bestände zu fördern, heißt es in einer Pressemitteilung des Amts für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Kitzingen-Würzburg (AELF), der auch folgende Informationen entnommen sind. Diese Arten sind nicht nur selbst bedroht, sondern dienen beispielsweise dem AELF als wichtige Indikatoren für den allgemeinen Zustand der Natur in den betroffenen Gebieten.
Laut den Ergebnissen der letzten Kartierungen ist die Gelbbauchunke vorwiegend in der Mitte des Landkreises Würzburg anzutreffen, der Springfrosch kommt eher im nördlichen Landkreis vor. Dass die Tiere an mehreren Orten nachgewiesen sind, bedeutet jedoch nicht, dass die Bestände in großen Zahlen vorhanden sind – die Arten bleiben nach wie vor gefährdet. Dieses Mal wird die stichprobenartige Untersuchung in den Revieren Waldbüttelbrunn und Heidingsfeld durchgeführt.
Bei den Kartierungen, die noch bis August 2025 durchgeführt werden, werden Population, Habitat und mögliche Beeinträchtigungen der Arten bewertet. Die Arbeiten, die von der LWF koordiniert werden, finden auf den betroffenen Flächen statt, ohne diese zu verändern oder die Nutzung einzuschränken.
Die Kartierungen sind Teil der EU-Biodiversitätsstrategie, die bis 2030 eine Verbesserung des Erhaltungszustands von mindestens 30 Prozent der gefährdeten Arten und Lebensräume vorsieht. In Bayern gehören dazu die Gelbbauchunke und der Springfrosch. Besonders im Wald sind sie als Schutzgüter wichtig.