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Landkreis Würzburg
Fördermittel stärken Naturschutz im Landkreis
Das Vertragsnaturschutzprogramm „Offenland“ fördert zum Beispiel die Beweidung durch Schafe und andere Weidetiere auf schwer zu bewirtschaftenden Wiesen.
Foto: Lena Wunderlich | Das Vertragsnaturschutzprogramm „Offenland“ fördert zum Beispiel die Beweidung durch Schafe und andere Weidetiere auf schwer zu bewirtschaftenden Wiesen.
Bearbeitet von Peter Zimmermann
 |  aktualisiert: 02.04.2025 10:47 Uhr

Der Freistaat Bayern setzt auch im Jahr 2025 auf freiwillige Maßnahmen zur Erhaltung und Förderung der biologischen Vielfalt. Das Vertragsnaturschutzprogramm (VNP) „Offenland“ unterstützt landwirtschaftliche Betriebe, die ihre Flächen im Einklang mit Naturschutzrichtlinien bewirtschaften. Im Landkreis Würzburg konnten in diesem Jahr über 560 Hektar und 5882 Streuobstbäume unter Vertrag genommen werden, was einen erheblichen Fortschritt im Vergleich zu 2024 darstellt, als es 148 Hektar und 1349 Bäume waren, meldet das Landratsamt Würzburg in einer Pressemitteilung, der die nachfolgenden Informationen entnommen sind.

Landwirte, die sich freiwillig für eine naturschutzorientierte Bewirtschaftung ihrer Flächen entscheiden, erhalten finanzielle Unterstützung für den zusätzlichen Aufwand und den entgangenen Ertrag. Diese Förderung erstreckt sich über einen Zeitraum von fünf Jahren, um eine langfristige naturschonende Landwirtschaft zu gewährleisten. Im Landkreis Würzburg stehen im Rahmen des VNP „Offenland“ insgesamt 390.000 Euro als Fördermittel zur Verfügung.

Das Programm fördert unter anderem die naturschutzfachliche Bewirtschaftung von Wiesen, wobei festgelegte Mähzeiten und der Verzicht auf Dünger oder Pflanzenschutz mögliche Maßnahmen sind. Bei Ackerflächen ist das Brachlegen neben dem Verzicht auf Dünger eine Option, um die Struktur ökologisch aufzuwerten. Das VNP honoriert auch die Beweidung schwer zu bewirtschaftender Wiesen durch Schafe, Ziegen, Rinder oder Pferde.

Ein besonderer Schwerpunkt im Landkreis Würzburg liegt auf der Förderung von Streuobstbäumen, die mit zwölf Euro pro Baum und Jahr unterstützt werden. Diese Schutzmaßnahmen tragen dazu bei, die Vielfalt an Arten und Lebensräumen zu erhalten und zu verbessern. Neben dem „Offenland“-Programm gibt es auch das VNP „Wald“, das eine naturschonende Bewirtschaftung von Waldflächen fördert.

Die nächste Antragsphase für das VNP „Offenland“ läuft von Januar bis Februar 2026. Wer Interesse an der Teilnahme am Vertragsnaturschutzprogramm hat, kann sich bei der unteren Naturschutzbehörde am Landratsamt Würzburg informieren (E-Mail: vnp@lra-wue.bayern.de). Ansprechpartnerin zum Thema Streuobst ist Lena Wunderlich (Tel.: 0931 8003 5456, E-Mail: l.wunderlich@lra-wue.bayern.de).

 
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  • Thomas Schneider
    Wichtig ist auch, daß die Bäume gepflegt werden. Auch das wird gefördert, wenn es von einem Fachmann z.b. Obstbaumpfleger gemacht wird.
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