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HÖCHBERG
Faschingsunfall: Verletzten geht es besser
Der erste Schreck ist überwunden und einen Tag nach dem schweren Unfall des KJG-Faschingswagens am Faschingsdienstag in Höchberg (wir berichteten) gibt es bereits gute Nachrichten. Fünf der 13 Verletzten sind mittlerweile aus dem Krankenhaus entlassen.
Verhängnisvoll endete die Ehrenrunde, die der Faschingswagen der KJG am Faschingsdienstag nach dem Umzug in Höchberg drehen wollte. Der Wagen kippte und 13 Menschen wurden verletzt. Fünf von ihnen konnten bereits aus dem Krankenhaus entlassen werden.
Foto: Berthold Diem | Verhängnisvoll endete die Ehrenrunde, die der Faschingswagen der KJG am Faschingsdienstag nach dem Umzug in Höchberg drehen wollte. Der Wagen kippte und 13 Menschen wurden verletzt.
Von unserer Mitarbeiterin CONNY PULS
 |  aktualisiert: 26.02.2009 13:28 Uhr

Und bis auf einen, der bei dem Unfall einen offenen Bruch erlitt, dürfen wohl auch die anderen bald wieder nach Hause.

Dies teilte zumindest Manuel Rösch mit, Pressesprecher des Polizeipräsidiums Unterfranken.

Fotoserie


Unklar ist bislang die genaue Unfallursache.

Die Polizei geht davon aus, dass durch den Aufbau auf dem Anhänger der Schwerpunkt so ungünstig verlagert war, dass die Fliehkräfte bereits bei einer leicht erhöhten Geschwindigkeit den Wagen haben kippen lassen.

Filmaufnahmen von der Unfallstelle:

Die Möglichkeit, dass der Fahrer auf den erhöhten Bordstein gekommen sein könnte und das Gespann deshalb umkippte, kommt nicht in Betracht, teilt Rösch mit.

„Das ergab eindeutig die Spurensuche.“ Um einen technischen Defekt auszuschließen, wurden von der Staatsanwaltschaft vorsorgliche Maßnahmen getroffen, so Rösch weiter.

Ein Gutachter sei bislang nicht beauftragt worden. Erwiesen ist auch, dass der 16-jährige Traktor-Fahrer keinen Alkohol getrunken hatte.

Wie berichtet war der Faschingswagen der KJG eigentlich schon auf dem Rückweg. Dann entschlossen sich die 15 jungen Leute im Alter zwischen 17 und 20 Jahren noch zu einer Ehrenrunde – eine verhängnisvolle Idee.

Als sie aus der Theodor-Heuss-Straße Richtung Mainlandbad fuhren, kippte der Anhänger in einer Rechtskurve um.

Die Rettungskräfte trafen schnell ein. Insgesamt waren acht Rettungswagen, ein Rettungshubschrauber, vier Notärzte und 20 Sanitäter, mehrere Polizeikräfte sowie die Höchberger Feuerwehr mit zwei Einsatzfahrzeugen und neun Mann vor Ort.

„Wir können alle von Glück sagen, dass das relativ glimpflich verlaufen ist“, freute sich Bürgermeister Peter Stichler über die schnelle Entlassung einiger KJG'ler aus dem Krankenhaus.

Er will künftig alles tun, um solche Unfälle in Zukunft zu vermeiden. Ein erster Schritt soll sein, nach Veranstaltungsende den Transport von Menschen auf den Wagen zu verbieten.

Dies sei ohnehin nach der Straßenverkehrsordnung – deren Regeln ein Faschingszug unterliegt – verboten, teilt Anette Wagner, Verkehrs-Sachbearbeiterin in der Gemeinde Höchberg mit. Künftig müsse das Ende genau definiert werden.

Und noch eine Frage stellt sich: Müssen Faschingswagen vom TÜV abgenommen werden? Anette Wagner erklärt, dass Faschingszüge im Landkreis Würzburg vom Landratsamt genehmigt werden. „Die Auflagen sehen keine TÜV-Abnahme vor.“

 
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