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Würzburg
Die Energiewende regional denken
Professor Dr. Anatoli Wellhöfer (links) und Prof. Dr. Markus H. Zink begrüßen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer beim zweiten Regionalen Energietechnik-Symposium an der THWS.
Foto: Eva Kaupp, THWS | Professor Dr. Anatoli Wellhöfer (links) und Prof. Dr. Markus H. Zink begrüßen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer beim zweiten Regionalen Energietechnik-Symposium an der THWS.
Bearbeitet von Corinna Petzold
 |  aktualisiert: 28.03.2025 02:39 Uhr

Das zweite Regionale Energietechnik-Symposium des Instituts für Energie- und Hochspannungstechnik (IEHT) an der Technischen Hochschule Würzburg-Schweinfurt (THWS) beschäftigte sich mit der Rolle von Batteriespeichern in der Energiewende. Diese Informationen stammen aus einer Pressemitteilung der THWS.

Professor Dr. Anatoli Wellhöfer betonte die Notwendigkeit von Flexibilität im Elektroenergiesystem, um die Klimaneutralität bis 2045 zu erreichen. Er wies darauf hin, dass an sonnigen Tagen die Energieversorgung Deutschlands fast vollständig regenerativ sei, während an trüben Tagen konventionelle Energieträger einspringen müssten. Professor Dr. Markus H. Zink erinnerte an die Bedeutung der regionalen Kopplung der Sektoren Wärme, Strom und Mobilität. Er hob die Auswirkungen großer Speicherprojekte auf Kommunen hervor, wie am Beispiel des Großspeichers beim Umspannwerk Bergrheinfeld/West.

Professor Dr. Henning Lorrmann erläuterte die Funktionsweise von Batterien und stellte fest, dass in Deutschland kleinere, privat installierte Speicher dominieren. Dr. Bernd Petermann von der Bundesnetzagentur berichtete über das große Interesse am Ausbau von Großspeichern. Er betonte die Notwendigkeit eines Monitorings, um die tatsächliche Leistungserwartung zu klären. Eine zentrale Frage sei, ob Batteriespeicher als Erzeuger oder Verbraucher von Energie gelten, was rechtliche und wirtschaftliche Implikationen habe.

Transparente Öffentlichkeitsarbeit

Der Bürgermeister von Bergrheinfeld, Ulrich Werner, unterstrich die Bedeutung transparenter Öffentlichkeitsarbeit bei Speicherprojekten, um Proteste zu vermeiden und die Vorteile wie erhöhte Gewerbesteuereinnahmen zu kommunizieren. Die Belectric GmbH wies auf die Herausforderungen bei Genehmigungsverfahren und sich ändernden Regularien hin, die zu Mehraufwand und Mehrkosten führen. Der regionale Netzbetreiber ÜZ Mainfranken erklärte, dass ländliche Verteilnetze bereits vollständig mit regenerativer Energie versorgt seien. Speicher seien wichtig für den weiteren Ausbau erneuerbarer Energien, jedoch ohne staatliche Baukostenzuschüsse könnten sie den Strompreis erhöhen.

THWS-Bachelorand Florian Rüttiger präsentierte seine Forschung zur Frage, ob ein wirtschaftlich betriebener Speicher auch netzdienlich sein kann, und stellte seine Methodik anhand eines Speicherprojekts in Schweinfurt vor.

 
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