
Einstimmig war das Votum des Hausener Gemeinderats zur Zukunft des 300 Hektar großen Gemeindewalds. Er beschloss den Jahresbetriebsplan 2025, den Revierförster Jonas Bayer und sein designierter Nachfolger Phil Krösser vom Amt für Landwirtschaft, Ernährung und Forsten Kitzingen-Würzburg (AELF) vorgestellt hatten. Zudem stimmte er dem Jahresnachweis 2024 zu.
Förster Bayer erinnerte an die 1500 kalabrischen Weißtannen und 1500 Flaumeichen, die in der Waldabteilung Löwenberg im Gemeindeteil Erbshausen-Sulzwiesen gepflanzt wurden. Insgesamt sind im vergangenen Jahr auf sechs Hektar neue Kulturen angelegt worden. Um die jungen Kulturen zu sichern und heranzuziehen, sei die Pflege des Jungbestands wichtig. Insbesondere die Brombeeren in den Waldabteilungen Löwenberg und Lindig müssten vorsichtig und gewissenhaft entfernt werden.
Schwierige Vermarktung
36 Hektar Jungbestände wurden 2024 gepflegt und 548 Festmeter Holz geerntet. Bei der letzten Submission des Wertholzes habe die Gemeinde sechs Eichenstämme verkauft und dafür rund 5000 Euro bekommen. Die Holzernte bleibe eine wichtige Einnahmequelle. Leider gebe es bei den Eichen Schädlinge wie den Prachtkäfer und den Kernkäfer. Weil zurzeit viel Käferholz anfällt, sei die Vermarktung schwierig.
Revierförster Bayer will mithilfe des Bauhofs Zäune ab- und aufbauen, Markierungsstäbe entfernen und die Waldwege pflegen. Er möchte nur bei Bedarf die jungen Kulturen bewässern und diverse Fördergelder für den Waldbau generieren. Für 2025 steht ein Plus von knapp 15.000 Euro im Jahresbetriebsplan. Insgesamt sollen im Gemeindewald knapp 90.500 Euro Einnahmen erwirtschaftet werden. Auf der Ausgabenseite stehen rund 75.500 Euro.
Die Gemeinde Hausen will am 9. Mai einen neuen Waldlehrpfad in der Gemarkung Rieden eröffnen. Er wird als Kleinprojekt von der Kommunalen Allianz Würzburger Norden gefördert und liegt dem langjährigen Revierförster Michael Hahn am Herzen. Es sollen außergewöhnliche und klimaresiliente Baumarten erklärt werden.
Im Anschluss an die Entscheidungen über den Gemeindewald diskutierte das Ratsgremium über seine Stellungnahme zur Windenergie. Aktuell fragt die Regierung von Unterfranken die Öffentlichkeit zur geplanten Änderung der Teilfortschreibung des Regionalplans der Region Würzburg. Bürgermeister Bernd Schraud wies auf die Veränderungen hin, die die Gemeinde Hausen betreffen und erklärte, welche Flächen ringsum geprüft worden sind.
"Aus meiner Sicht ist die Erweiterung für die Gemeinde tragbar, zumal die Flächen nicht näher an unsere Orte heran rutschen", nahm er Stellung. Eine Mehrheit von acht zu drei Stimmen war jedoch dafür, Bedenken und Anregungen zu äußern. Windkraftanlagen sollten auf eine Höhe von 280 Metern beschränkt werden und den Mindestabstand zu den Dörfern "nicht ausreizen".
Unter dem Punkt "Verschiedenes" berichtete der Bürgermeister, dass die Gemeinde noch keine schriftliche Zusage über die Fördergelder zum Umbau des "Hauses am Plätzle" hat und deshalb noch keine Baufirmen beauftragen kann.
Entnahme von Grundwasser
Vom Wasserwirtschaftsamt habe die Gemeinde eine Kopie von zwei Bescheiden auf Entnahme von Grundwasser aus mehreren Brunnen bekommen. Bei beiden Bescheiden wären die beantragte Entnahmemenge und der Zeitraum der wasserrechtlichen Erlaubnis gekürzt worden.
Die Gemeinde plant, ab 1. August nicht mehr jährlich 100 Euro, sondern nur noch 50 Euro beim Kauf eines APG-365-Euro-Tickets für Schülerinnen, Schüler und Azubis zuschießen.
Die Tempohemmschwellen am Glockenberg in Rieden und in der Petrinistraße in Hausen sollen gegen niedrigere Bodenschwellen ausgetauscht werden. Aus Sicht des Landratsamts sind keine weiteren Verkehrszeichen nötig.
Vier Personen in Erbshausen-Sulzwiesen haben sich bereit erklärt, künftig auf dem Spielplatz am Triebweg beim Mähen zu helfen. Als Aufwandsentschädigung werden sie mit dem Stundensatz eines Helfers beim Maschinenring vergütet.

