
Über 50 Ortsbürger, zehn Gemeinderäte, die Amtsleiter der Verwaltung, den Bauhofleiter und Altbürgermeisterin Helga Fleischer durfte Bürgermeister Manuel Kneuer bei der Bürgerversammlung begrüßen. Danach erinnerte Kneuer an vieles, das im abgelaufenen Jahr erledigt wurde: Der Wald- und Naturkindergarten wurde eröffnet. Der Gehweg zum Sportheim wurde asphaltiert, weitere Neugeborenenbäume wurden gepflanzt, die Umgestaltung des Friedhofs D in Weyer wurde angegangen, die Spielgeräte für den Spielplatz in der Hauptstraße wurden unter Mitwirkung des Kinderrates ausgewählt; sie werden derzeit eingebaut.
Eigentlich sollten die Baumringe in der Birkenstraße wie in der Fichtenstraße mit Bodendeckern begrünt werden, was aber misslang, da die dortigen Bäume hoch liegende Wurzeln haben und durch Grabmaßnahmen geschädigt würden. Dieses Jahr ist die Buchenstraße dran.
Es folgten Informationen zur Gesamtgemeinde. Die Einkommensteuer erholte sich, die Gewerbesteuer erlebt ein enormes Auf und Ab, was Planungen erschwert. Die Gemeindeschulden sanken erstmals seit 1989 unter die Zwei-Millionen-Grenze, die Rücklagen konnten auf 7,5 Millionen Euro gesteigert werden. Die Hebesätze für die Grundsteuer A und B liegen unter dem unterfränkischen und bayerischen Durchschnitt, bei der Gewerbesteuer ist es umgekehrt.
1.179.920 Euro Fördermittel erhielt Gochsheim, was viele Projekte wie die energetische Sanierung der Grundschule, die Digitalisierung von Gemeindeverwaltung und Schule, die neue Lüftungsanlage im Hallenbad, die Herrichtung verschiedener Stationen im Bürgerwald und die Fortsetzung der Planungsmaßnahmen zur Alten Schmiede und zur Hindenburgstraße 1 ermöglichte.
Neues Stadtbusnetz brachte auch Vorteile für Gochsheim
Die seit dem 2025 gültige Neuordnung des Stadtbusnetzes hat für Gochsheim einige Vorteile gebracht. So wurden in der Industriestraße zwei neue Haltestellen eingerichtet, und der Stadtbus fährt die Mainbogenpraxis in Sennfeld an. Wermutstropfen: das Gochsheim-Ticket konnte nicht mehr angeboten werden.
Beim Flurverbindungsweg Gochsheim-Weyer wurde die Höchstgeschwindigkeit auf 50 km/h halbiert. Der Gemeinderat kam 33 Mal zu Sitzungen zusammen, im Schweinfurter Mainbogen kam es zu elf Sitzungen der Lenkungsgruppe und einer interkommunalen Gemeinderatssitzung.
Die rund 1000 Straßenleuchten in Weyer und Gochsheim sind zu über 80 Prozent auf LED umgerüstet. Die Bücherei Weyer erhielt neue Lamellenvorhänge, eine neue Türe am Hintereingang ist vorgesehen. Für das Ableiten des Quellwassers am Dorfbrunnen ist eine Zustandserfassung des Kanalnetzes erforderlich.

Mindestens 25 Prozent der Hauseigentümer müssen Interesse bekunden, damit die Firma Leonet aktiv wird und in Gochsheim und Weyer ein Glasfasernetz verlegt. Da Leonet inzwischen neue Eigentümer bekam, verzögert sich der Einstieg. Gochsheim hat im Bereich Digitalisierung eine Vorreiterrolle und wurde dafür von verschiedenen Stellen ausgezeichnet.
Danach kamen die Bürger und Bürgerinnen zu Wort. Silvia Schöpke bedankte sich beim Bauhof für die Fortschritte beim Spielplatzbau. Rudolph und Diana Barthel beklagten, dass einige Weyerer nur noch eingeschränkten Zugang zum Netz haben, seitdem der Funkmast der Telekom errichtet wurde. Barthel bat auch, den Räumdienst in der Buchenstraße zu verbessern.
Brigitte Rückel kritisierte den Zustand im Friedhof, sodass eine anstehende Beisetzung abgesagt werden musste, weil der alte Friedhofsteil immer noch eine riesige Baustelle ist. In diesem Zusammenhang fragte Peter Gehles wegen der noch ausstehenden Sanierung des Leichenhausdaches nach. Ihn interessierte auch die Vertragsbindung beim Glasfaserausbau. Außerdem wiesen er und Gerhard Schuler auf Verkehrsprobleme hin. Ein weiterer Bürger kritisierte die Parkregelung in der Weyerer Straße, die besonders an der Einmündung der Schonunger Straße für schlechte Sichtverhältnisse sorge.