
Starkregen und Sturzfluten kommen immer häufiger vor und zur besseren Einschätzung sind integrale Konzepte von Fachbüros nötig, die der Staat bezuschusst. Bis zu 112.500 Euro hat das Wasserwirtschaftsamt dem Markt Stadtlauringen dafür zur Verfügung gestellt. Die genaue Vorgehensweise stellte Peter Ruck vom Technischen Büro Werner aus Eltmann dem Gemeinderat vor.
Kern der Berechnungen bilden Computermodelle, die zeigen, welche Regenmengen wo fließen. Unterschieden wird nach den Kategorien mehrjähriger Regenereignisse. Regenrückhaltebecken und Stauflächen spielen dabei eine entscheidende Rolle. Förderungen zur Hochwasservermeidung stellt der Staat nur bei Auslegungen für angenommene 100-jährliche Hochwasser zur Verfügung, also Ereignisse von denen aus heutiger Sicht angenommen werden kann, dass sie in 100 Jahren höchstens einmal auftreten.
Computerberechnungen sollen bei der Vorsorge helfen
Selbstverständlich werden bei allen Berechnungen auch mögliche Zukunftsbebauungen in Betracht gezogen. Bernd Haas wies auf die einfache Handhabung von Hochwasser-Apps hin, die bei den Berechnungen Kosten sparen könnten.
Bürgermeister Friedel Heckenlauer wünscht sich vor allem Lösungen für die drei Brennpunkte auf Gemeindegebiet und listete dabei Wettringen auf, wo sich Wassermengen von der Lachenhöhe über den Löschweiher hin zum Sauerquellbach ausbreiten.
In Birnfeld sei die Brauhausstraße durch Fluten aus den Haßbergen gefährdet. In Stadtlauringen könnte es im Extremfall Probleme am Wereth geben. Dort wurde zur Entlastung der Kläranlage des Wasserzweckverbandes Obere Lauer in Poppenlauer die Drosselung in Stadtlauringen reduziert.
Damit sollte der Kanal entlastet werden, was aber nicht funktionieren würde, wenn die Lauer selbst überläuft. In der Folge wäre wohl der komplette Bereich bis zur Haintorstraße von Hochwasser betroffen.