
Rund 50 interessierte Gemeindebürger sowie fast seinen gesamten Gemeinderat konnte Bürgermeister Klaus Schenk zur Bürgerversammlung im Donnersdorfer Feuerwehrhaus begrüßen. Anfangs bedankte sich der Bürgermeister für das ehrenamtliche Engagement in der Gemeinde. Dies sei von unschätzbarem Wert, sei es in den Vereinen, bei der Feuerwehr, in kirchlichen Organisationen oder in anderen sozialen oder kulturellen Bereichen.
Neben den üblichen Zahlen zu Haushalt und Standesamt, wurde der Bürgermeister im Vorfeld gebeten, die Finanzierung über den Kindergartenneubau in Donnersdorf offenzulegen. Die Gesamtkosten des Neubaus beliefen sich auf insgesamt 3.702.000 Euro. Davon übernahm die Gemeinde 1.742.000 Euro, der Freistaat Bayern 1 Million Euro und die Diözese 960.000 Euro. Weiterhin teilte das Ortsoberhaupt mit, dass auf die Gemeinde in den kommenden sechs bis sieben Jahren große Investitionen in Höhe von zirka 18 Millionen Euro zukommen, aber "große Investitionen bedeuten auch große Chancen", so Schenk.
Auf die Frage von Werner Sahlmüller, warum die Gemeinde keine Schlüsselzuweisung erhält, entgegnete Schenk: "Wir sind in diesem Jahr die einzige Gemeinde im Landkreis Schweinfurt, die keine Schlüsselzuweisung erhält. Die Schlüsselzuweisung stellt die Finanzkraft der Gemeinde dar, und da stehen wir mit unseren Gewerbesteuereinnahmen von knapp 1,5 Millionen Euro und der unter dem Durchschnitt liegenden Pro-Kopf-Verschuldung im Moment noch zu gut da. Dies wird sich aber in den kommenden Jahren leider ändern".
Die Sanierung des Ortskanals und die Abwassergebühren
Joachim Gilsdorf wollte wissen, wie sich die Kosten der Sanierung des Ortskanals auf die Abwassergebühren auswirken. Darauf erwiderte der Bürgermeister: "Alles, was die Gemeinde in das Kanalnetz investiert, müssen wir teilweise auf die Bürger umlegen. Das Abwasserkonto ist aufkommensneutral, das bedeutet, dass die Gemeinde keine Gewinne erwirtschaften darf. Die Gebühren werden alle vier Jahre neu berechnet. Aufgrund der anstehenden Sanierungen werden wir wohl um eine Erhöhung bei der nächsten Neuberechnung nicht herumkommen".
Ein großes Thema war der Schwerlastverkehr durch die Ortsmitte. Hierzu meldeten sich gleich mehrere Anwohner zu Wort. Zunächst ging es um Verkehrsregelung bei den bevorstehenden Kanalarbeiten. Dazu sagte Klaus Schenk: "Die Ortsdurchfahrt von Donnersdorf wird komplett gesperrt. Dadurch gehen die Arbeiten viel schneller voran und auch die Arbeitssicherheit ist besser gewährleistet. Das Straßenverkehrsamt wird eine großräumige Umleitungsstrecke für den Durchgangsverkehr ausarbeiten".

Zur Dauer der Vollsperrung konnte das Ortsoberhaupt allerdings noch keine genauen Angaben machen, aber es wird seiner Aussage nach wohl eine längere Zeit in Anspruch nehmen. Auf die besorgte Frage einer Anwohnerin, ob die Straße durch den starken Schwerlastverkehr nach spätestens ein paar Jahren wieder kaputt ist, erklärte Klaus Schenk: "Die Asphaltschicht der alten Fahrbahn beträgt nur 14 Zentimeter und entspricht auf keinen Fall mehr den heutigen Anforderungen. Die dreilagige Asphaltschicht der neuen Straße wird mindestens 30 Zentimeter stark eingebaut und sollte somit den aktuellen Erfordernissen genügen."
Schließlich gab Bürgermeister Schenk noch bekannt, dass das Staatliche Bauamt mitgeteilt habe, die Oberschwappacher Straße und die Falkensteiner Straße bis zum Ortsende von Donnersdorf ebenfalls zu erneuern. Eine Kanalbefahrung werde bereits in den nächsten Wochen durchgeführt, um auch hier eine eventuelle Kanalsanierung vorher durchzuführen.