zurück
Grettstadt
"Schwarzes Loch" am Ortseingang von Grettstadt soll weichen
Uwe Eichler
 |  aktualisiert: 02.04.2025 02:38 Uhr

Es ging darum, Licht ins Dunkel zu bringen, in der letzten Gemeinderatssitzung in Grettstadt: Das soll am östlichen Ortsrand Richtung Dürrfeld aufleuchten, rund um die Straße Am Friedhof. Für rund 20.000 Euro werden dort drei Lampen aufgestellt, einschließlich des Zufahrts- und Parkbereichs der neuen Seniorenwohnanlage. Der Lampenpreis liege bei rund 6000 Euro, sagte Geschäftsleiter Michael Niklaus, plus Tiefbaukosten.

Martin Saalmüller zeigte sich verwundert: Die grundlegenden Arbeiten in dem Bereich wären beendet, nun würden noch einmal Lichtmasten gesetzt, mit Kabelverlegung über die Straße? Es gebe Leerrohre, meinte Niklaus, die Lampen im übrigen Areal der Wohnanlage würden vom Investor bezahlt. Die Gemeinde hätte eine Verkehrssicherungspflicht, andernfalls bekäme man ein "schwarzes Loch".

André Müller sah es ähnlich; die Beleuchtung würde Autofahrer abbremsen lassen: "Es ist der Ortseingang". Am Lüstig, wo das Gebäude der Wohnanlage bereits steht, wird an der Erschließungsstraße die unebene Fahrbahn angepasst, für rund 5000 Euro.

Rat beschließt neue Toiletten am Friedhof und verzichtet auf Barrierefreiheit

Für die neue Toilettenanlage auf dem Friedhof stehen 32.000 Euro im Haushalt. Die Gemeinde möchte Geld und Aufwand sparen, sich selbst von der Pflicht zum Anschluss ans Kanalnetz befreien und stattdessen eine Sammelgrube anlegen. Ebenso soll das stille Örtchen nicht formal "barrierefrei" gestaltet werden. Die eingesparten Haushaltsmittel werden wieder freigegeben.

Günter Birkner wollte wissen, was es genau mit Barrierefreiheit auf sich habe. Es gebe einige Anforderungen mehr als nur Griff oder Rampe, so Niklaus: etwa einen Türöffner oder Notruf. Artur Kloß hatte Bedenken, gegen rechtliche Vorgaben zu stimmen. Bürgermeister Jens Machnow zeigte Unverständnis: "Wir haben darüber gesprochen." Auch André Müller plädierte für eine pragmatische Lösung.

Aktuell gibt es bei der vereinfachten Variante Grundkosten von etwa 3700 Euro. Der Verzicht auf den Kanalanschluss erntete drei Gegenstimmen, der Verzicht auf komplette Barrierefreiheit zwei Gegenstimmen.

Kämmerin Kerstin Frankl stellte dann die Jahresrechnung 2024 vor. Knapp 371.000 Euro kamen, entgegen der Planung, den Rücklagen zu Gute. Viele Baumaßnahmen und deren Kosten seien aber nur in die Zukunft verschoben worden, stellte Frankl fest.

Für den Rohbau der Kita Obereuerheim wurde ein Angebot im Umfang von knapp 890.000 Euro bewilligt, für 237.000 Euro wurden die Dachdeckerarbeiten beauftragt.

 
Themen & Autoren / Autorinnen
Grettstadt
Uwe Eichler
André Müller
Euro
Lädt

Damit Sie Schlagwörter zu "Meine Themen" hinzufügen können, müssen Sie sich anmelden.

Anmelden Jetzt registrieren

Das folgende Schlagwort zu „Meine Themen“ hinzufügen:

Sie haben bereits von 50 Themen gewählt

bearbeiten

Sie folgen diesem Thema bereits.

entfernen
Kommentare
Aktuellste
Älteste
Top