Die Kriminalpolizei Schweinfurt hat am Mittwoch, 8. Mai, eine mutmaßliche Betrügerin festgenommen. Das geht aus einer gemeinsamen Pressemitteilung von Polizei und Staatsanwaltschaft Schweinfurt hervor. Das erst 14 Jahre alte Mädchen steht im Verdacht, einen 84 Jahre alten Schweinfurter mit einem Schockanruf um seine Ersparnisse bringen zu wollen. Die Tatverdächtige wurde mittlerweile einem Richter vorgeführt und sitzt nun in Haft, so die Polizei.
Am Dienstagnachmittag, gegen 14 Uhr, klingelte bei einem 84-jährigen Schweinfurter das Telefon. Die Person am anderen Ende der Leitung gab sich als Tochter des Mannes aus. Mit weinerlicher Stimme schilderte die angebliche Angehörige, dass sie einen tödlichen Verkehrsunfall verursacht habe und ihr die Untersuchungshaft nur bei Hinterlegung einer Kaution in Höhe von 225.000 Euro erspart werden würde. Doch weder handelte es sich bei der Anruferin um die Tochter des Mannes, noch hat sich ein solcher Unfall ereignet. Bei der Person handelte es sich um eine mutmaßliche Betrügerin und diese Masche brachte bereits mehrfach Gutgläubige um ihre Ersparnisse, so die Polizei.
Gegen das Mädchen lag bereits ein Haftbefehl vor
Der 84 Jahre alte Schweinfurter erkannte den Betrugsversuch souverän und schaffte es, die Polizei zu verständigen. Während der Rentner mit der Betrügerin telefonierte, rückte die Kriminalpolizei Schweinfurt an. Als dringend Tatverdächtige konnte daraufhin ein 14-jähriges Mädchen in der Sperlingstraße in Schweinfurt festgenommen werden. Die Minderjährige ist laut der Pressemitteilung bereits in der Vergangenheit wegen ähnlich gelagerter Fälle polizeilich auffällig geworden.
Aufgrund eines solchen, bereits zurückliegenden Falles, lag gegen die 14-Jährige außerdem ein offener Haftbefehl vor. Am frühen Mittwochnachmittag wurde das Mädchen dem Ermittlungsrichter am Amtsgericht Schweinfurt vorgeführt. Die Jugendliche befindet sich laut Polizei mittlerweile in einer Justizvollzugsanstalt.