„Manchmal muss das Alte weichen, damit das Neue, Bessere nachkommen kann“, sagt SWG-Geschäftsführer Alexander Förster beim Richtfest vor der Ludwigstraße 11. Zehn Zwei- bis Vierzimmerwohnungen entstehen hier, alle barrierefrei zugänglich mit Balkon oder Terrasse sowie bodengleichen Duschen und in einer „Bauweise mit einem Energiestandard von 45 Prozent unter den Anforderungen für Neubauten“, so Förster.
Zehn Wohnungen – 2,4 Millionen Euro
Statt einer Pinnwand im Treppenhaus werde nach der Fertigstellung im Sommer 2019 ein digitales schwarzes Brett über Ansprechpartner oder anstehende Wartungs- und Ablesetermine informieren und eine elektronische Schließanlage den Zugang zu verschiedenen Einrichtungen mit nur einem Transponder ermöglichen. Das Bauprojekt werde das Qualitätssiegel „Nachhaltiger Wohnungsbau“ erhalten. Insgesamt investiert die Stadt- und Wohnbau GmbH rund 2,4 Millionen Euro. Der Mietpreis pro Quadratmeter werde bei etwa neun Euro liegen.
Meistens saniere die SWG ihren Hausbestand, in diesem Fall seien aber ein Abriss und Neubau wirtschaftlicher gewesen, so Förster. Im Gründerzeitviertel hat die SWG viele Objekte und seit langem deshalb auch viele Baustellen. Seit 2006 habe die SWG im Gründerzeitviertel bereits 15 Objekte aus dem Bestand modernisiert und so die Quartierentwicklung vorangetrieben. 15 weitere stünden in den nächsten Jahren noch an.
Schwierige Baubedingungen
Architekt Joachim Perleth erläuterte schwierige Baubedingungen, auf nur 300 Quadratmeter Grundfläche mitten im Ensemble zehn Wohnungen mit modernem Grundschnitt, ausreichend Treppenhaus und Aufzug zu erstellen. Im Zusammenwirken aller Beteiligter habe es dann aber geklappt. Auch mit der Kostenrechnung sei man „trotz schwieriger Marktlage noch im Limit“. Er sei zuversichtlich, so Perleth, „dass wir den Erstbezug im Sommer 2019 auch hinbekommen“.
„Seit fünf, zehn Jahren wird das Gründerzeitviertel als Wohnort wieder neu entdeckt“, sagte Oberbürgermeister Sebastian Remelé. Das freue ihn sehr, insbesondere, dass die SWG diesen Trend aufgegriffen habe, aber nicht nur sie. Die Firma Riedel erstelle in der Nähe dieses Rohbaus ebenfalls gerade 40 neue Wohnungen. Den Bauhandwerkern dankte Remelé besonders. Die Ludwigstraße 11 sei jedenfalls ein Symbol für die erfreuliche Entwicklung im Gründerzeitviertel, wo sehr in modernen Wohnraum investiert werde.
Glückwunsch von der Handwerksschar
Dann war es am Zimmermann, seinen traditionellen Trinkspruch auf den bisher unfallfrei erstellten Rohbau auszusprechen: „Ich bringe aus der Handwerksschar mit Freude meinen Glückwunsch dar.“