zurück
Schweinfurt
Großrazzia zu Kinderpornografie: Verdächtige auch in Schweinfurt
In zehn Bundesländern haben Ermittler jetzt nach verbotenen Bildern und Filmen von Missbrauch an Kindern gesucht. Binnen 15 Monaten befreiten die Ermittler auch 52 Kinder.
Smartphone mit pornografischen Bildern: Polizei und Staatsanwaltschaft sind mit einer bundesweiten Razzia gegen 65 Verdächtige vorgegangen, die kinderpornografische Inhalte besessen und verbreitet haben sollen. 
Foto: Silas Stein, dpa | Smartphone mit pornografischen Bildern: Polizei und Staatsanwaltschaft sind mit einer bundesweiten Razzia gegen 65 Verdächtige vorgegangen, die kinderpornografische Inhalte besessen und verbreitet haben sollen. 
Manfred Schweidler
 |  aktualisiert: 09.02.2024 09:49 Uhr

Nach gut verstecktem Material mit kinderpornografischem Inhalt haben Fahnder jetzt bei einer bundesweiten Razzia gesucht. Der Großeinsatz bei 65 Pädophilen in zehn Bundesländern führte die Ermittler auch nach Franken: Durchsuchungen gab es demnach in Schweinfurt, Bamberg, Coburg und Ansbach. Insgesamt waren es in Bayern 15 Objekten, bestätigten die federführenden Ermittler in Köln.  Zu den Ergebnissen machten sie zunächst keine Angaben, da die Funde erst ausgewertet werden müssen. Auch ob sie in Schweinfurt fündig wurden, ist unklar.

"Kreative Verstecke"

Das Interesse der Cybercrime-Ermittler gilt einem Netzwerk von Pädophilen, "die in Internet-Chats konspirativ Bilder und Filme untereinander tauschen, die beim sexuellen Missbrauch von Kindern entstanden sind". Die Täter tarnen sich aus Angst vor Entdeckung und halten ihr Bildmaterial gut und "kreativ" versteckt. "Wir müssen schnell sein und sie erwischen, ehe sie Festplatten löschen oder anderweitig Dateien vernichten", erklärt ein Spezialist.

"Wir setzen die kleinen Puzzleteile aneinander, um diejenigen, die Kindern schweres Leid antun, aus der Anonymität der Chats im Internet rauszuholen", hieß es bei der zentralen Pressekonferenz zur bundesweiten Razzia in Köln. Dort laufen die Ermittlungen seit zwei Jahren zusammen.

Der Leiter der Besonderen Aufbauorganisation (BAO) "Berg", die die den Einsatz in zehn Bundesländern koordinierte, Michael Esser, teilte in einer ersten Bilanz mit: Die "BAO Berg" habe nicht nur verbotenes Bildmaterial vom Markt genommen. Sie habe in den vergangenen 15 Monaten bereits 52 Kinder aus den Fängen der Pädophilen befreit.

Umfangreich Computer beschlagnahmt

Beim aktuellen Großeinsatz seien bundesweit mehr als 1000 Beweismittel sichergestellt worden, unter anderem Handys, Tablets, Datenträger. Es handelte sich um den zweiten Einsatz dieser Größe:  Bereits am 1. September 2020 hatte die Polizei in zwölf Bundesländern mit rund 1000 Einsatzkräften 60 Anschriften von rund 50 Beschuldigten durchsucht und umfangreiches Beweismaterial sichergestellt.

 
Themen & Autoren / Autorinnen
Schweinfurt
Manfred Schweidler
Angeklagte
Datenträger
Ermittlerinnen und Ermittler
Kinderpornographie
Kindesmissbrauch
Polizei
Razzien
Sexueller Missbrauch
Tablet PC
Verbrecher und Kriminelle
Verdächtige
Lädt

Damit Sie Schlagwörter zu "Meine Themen" hinzufügen können, müssen Sie sich anmelden.

Anmelden Jetzt registrieren

Das folgende Schlagwort zu „Meine Themen“ hinzufügen:

Sie haben bereits von 50 Themen gewählt

bearbeiten

Sie folgen diesem Thema bereits.

entfernen
Kommentare
Aktuellste
Älteste
Top