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Gochsheim
Gochsheim finanziell gut aufgestellt für anstehende Projekte
Nur noch acht Grundstücke sind im Neubaugebiet Südost II zu verkaufen, die anderen 26 sind bereits bebaut oder zumindest verkauft.
Foto: Peter Volz | Nur noch acht Grundstücke sind im Neubaugebiet Südost II zu verkaufen, die anderen 26 sind bereits bebaut oder zumindest verkauft.
Peter Volz
 |  aktualisiert: 02.04.2025 02:38 Uhr

Der Bürgersaal des Historischen Rathauses kam bei der jüngsten Bürgerversammlung an seine Grenzen, da mehr als 70 Interessierte, darunter Altbürgermeisterin Helga Fleischer, 14 Gemeinderäte und die Sachgebietsleiter aus dem Rathaus, teilnahmen. Bürgermeister Manuel Kneuer eröffnete die Versammlung mit einem Blick auf die positive medizinische Versorgung.

Auch rege Bautätigkeit herrscht in Gochsheim. Kneuer berichtete, dass im Neubaugebiet Südost II 26 Grundstücke neue Eigentümer fanden, die meisten sind inzwischen bebaut, acht Grundstücke sind noch verfügbar. Ähnlich sieht es im Gewerbegebiet Atzmann II aus, wo fast alle Flächen vergeben sind, das SWF-Hotel durch einen zweiten Trakt erweitert wurde, die "Schnauzenliebe" ein neues Domizil bezog und die DHL eine Vergrößerung plant, sodass künftig dort 80 Arbeitsplätze zur Verfügung stehen. 14 Wohnhausneubauten, drei gewerbliche Bauten und ein landwirtschaftlicher Bau wurden realisiert. Erhebliche Mittel flossen in den Straßen- und Kanalbau, in die energetische Sanierung der Grundschule und in die Digitalisierung der Verwaltung, Grund- und Mittelschule.

Um die Gemeinde weiterhin für junge Familien attraktiv zu halten, wurden rund 33.000 Euro in die Spielplatzgestaltung und über 48.000 Euro in Kitas investiert, so Kneuer. Der Natur- und Waldkindergarten Weyer feiert am 5. April seine offizielle Einweihung. Am Hallenbad, im gemeindlichen Bauhof und im Friedhof Weyer waren Sanierungsmaßnahmen notwendig, die teilweise noch laufen.

Kostenintensiv, aber auf lange Sicht rentabel ist nach Meinung des Bürgermeisters die Umrüstung der tausend Straßenleuchten auf LED und die Aufrüstung der bestehenden Trafostationen in digitale Ortsnetzstationen, die neue Möglichkeiten bieten. Digitalisierung spielt auch in der Gemeindeverwaltung eine herausragende Rolle, wo über 50 Behördenvorgänge bereits online erledigt werden können, darunter auch Bauanträge. Aktuell bereitet man das Angebot einer Bürger-App vor, die später auch von den Vereinen genutzt werden kann, um die Ortsbürger zu informieren.

Die Einwohnerzahl blieb stabil bei insgesamt 6440, 66 Geburten standen 70 Sterbefällen gegenüber. Die VHS-Außenstelle bot im vergangenen Jahr 21 Kurse, zwei Einzelveranstaltungen und zwei Kinderkurse an.

Beim Gesamthaushaltsansatz von fast 34 Millionen Euro spielten laut Kneuer das Gewerbesteueraufkommen von rund 4,8 Millionen und die Einkommenssteuerumlage von 4,1 Millionen eine herausragende positive Rolle, wobei die Gewerbesteuer extremen Schwankungen unterworfen sei. Erstmals seit 36 Jahren wurde die Gemeindeverschuldung unter zwei Millionen gedrückt und gleichzeitig stiegen die Rücklagen auf 7,5 Millionen Euro.

Noch kein Ersatz für Ständebaum am Bahnhof

Im zweiten Teil hatten die Bürgerinnen und Bürger das Wort. Brigitte Zorn fragte nach dem Ständebaum am Bahnhof. Weil dieser marode ist, musste er entfernt werden, ein Ersatz ist noch offen. Denise Gantinger wunderte sich über Dornenbüsche am Spielplatz in der Eichendorffstraße.

Bereits zweimal kam es in der Spielstraße Am Kleinen Plan wegen zu hoher Fahrgeschwindigkeiten zu Zusammenstößen von Autos mit Radfahrern.
Foto: Peter Volz | Bereits zweimal kam es in der Spielstraße Am Kleinen Plan wegen zu hoher Fahrgeschwindigkeiten zu Zusammenstößen von Autos mit Radfahrern.

Adolf Michel monierte drei Missstände. Im neuen Friedhof würden immer wieder Lampen umgeworfen. Das Parken Am Setzen führe in den Abendstunden dazu, dass Notfahrzeuge nicht mehr durchkommen. Die Container am Supermarkt würden immer wieder missbraucht. Drei Säcke Windeln und mehrere Koffer seien dort abgestellt worden.

Bernd Wölfling erinnerte an die Beschriftung des Kriegerdenkmals. Karlheinz Hiller erkundigte sich nach dem Stand der geplanten Kanal- und Straßensanierung in der Schonunger Straße, einem finanziellen Kraftakt. Bürgermeister Kneuer musste dem Wunsch, die Einfahrt aus der Nikolaus-Fey-Straße durch einen zusätzlichen Spiegel zu erleichtern, eine Absage erteilen. Vier Tempomessgeräte sind mit wechselnden Standorten im Einsatz, nicht immer mit Erfolg. Darauf wies auch Arno Mayerl hin und nannte als Beispiel den Kleinen Plan, der als Spielstraße nur mit Schrittgeschwindigkeit befahren werden darf. Vergeblich nach den Laternennummern hatte Helmut Löhner gesucht, der eine defekte Straßenlampe melden wollte.

 
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