HEIDENFELD/WÜRZBURG
Folgenschwer: Priester gab aus Liebe sein Amt auf
Zölibat und Dispens: Stefan Menz war gerne Priester. Aber die Liebe zu einer Frau war größer. Für sie gab er seinen Traumberuf auf. Nicht freiwillig, sondern weil er musste. Er versteht nicht, warum Priester keine Familie haben dürfen.
An den hohen katholischen Feiertagen beschäftigt es Stefan Menz immer noch. Dann, wenn er in der Kirchenbank sitzt und nach vorn zum Altar, zum Ambo, zum Priester schaut – und sich denkt: „Da stand ich auch einmal. Da könnte ich immer noch stehen.“ Doch der heute 44-Jährige aus Heidenfeld bei Schweinfurt entschied sich anders. Im Jahr 2009, nicht mal fünf Jahre nach der Priesterweihe, ging er zum Bischof von Würzburg und machte reinen Tisch. „Ich wollte auf keinen Fall ein Doppelleben führen“, erzählt er. Die Liebe zu seiner heutigen Frau sollte kein Versteckspiel werden. Bischof Friedhelm Hofmann suspendierte Menz sofort nach dessen „Beichte“ von allen priesterlichen Aufgaben.
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