zurück
Gerolzhofen
Ein besonderer Duft in Gerolzhofen
Das Foto zeigt Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Bärlauchwanderung.
Foto: Anette Mößlein | Das Foto zeigt Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Bärlauchwanderung.
Pressemitteilung
 |  aktualisiert: 03.04.2025 13:15 Uhr

Die Kolpinggruppe traf sich am Nachhaltigkeitszentrum und wanderte zunächst den Franziskusweg, dann hoch zum Magdalenenkreuz. So entdeckte man die biologische Messstation und eine Waldlage "Stein Kreuz". Zielsicher erreichte die Gruppe die grünen Hanglagen voller Bärlauch.

Nach einer fachkundigen Einführung, in der Christoph Mößlein zunächst erst mal die Pflanze vorstellte. Eine Erklärung für den Pflanzennamen könnte sein, dass die Bären nach ihrem Winterschlaf sich als Erstes diese aussuchen, um wieder mit viel Energie ins Frühjahr zu starten. Der lateinische Name lautet "Allium Ursinum" und im Volksmund gibt es folgende Ersatznamen: Knoblauchspinat, wilder Knoblauch, Waldknoblauch, Rinsenknoblauch, Hundsknoblauch, Hexenzwiebel oder Waldherre. Die Blütezeit ist April bis Mai. Er wächst auf feuchten, humusreichen Boden in Schluchten und an Bächen, erklärte Mößlein. Alle Teile der Pflanze sind essbar, egal ob roh oder gekocht. Der Bärlauch ist ein natürliches Antibiotikum, mit viel Vitamin C, Eisen und ätherische Öle lässt er das Blut besser fließen. Er wirkt sich somit gut auf den Blutdruck aus.

Christoph Mößlein weist auf die Verwechslungsgefahr mit dem Maiglöckchen hin. Hier gibt er als Tipp, auf den Geruch, die glänzende Blattoberseite und die markante Blattrippe zu achten. Im Volksmund sagt man, der Bärlauch sei nicht mehr zu genießen, wenn er blüht. Dem ist aber nicht so, vermutlich sollte das der Verwechslung vorbeugen, denn dann blühen auch die Maiglöckchen. So konnte relativ ungefährlich geerntet werden, denn die Maipflanze blühen noch nicht.

Die Teilnehmer konnten sich satt die Beutel füllen, da es Unmengen von den Wildkräutern dort gab. Dennoch folgte man der Bitten nicht büschelweise zu ernten, damit sich die Pflanze wieder gut erholen kann.

Den Ausklang der Veranstaltung war im Winzermännle in Handthal. Christoph Mößlein hatte noch Rezepte für die Gruppe dabei. Am Sonntag lag über Gerolzhofen ein Knoblauchduft, in einigen Haushalten wurde der Bärlauch nach den neuen Rezepten zur Suppe oder Gerichten mit Pesto verarbeitet.

Von: Uli Fritz (Schriftführerin, Kolpingsfamilie Gerolzhofen)

 
Themen & Autoren / Autorinnen
Gerolzhofen
Pressemitteilung
Bärlauch
Kolpingwerk
Wildkräuter
Lädt

Damit Sie Schlagwörter zu "Meine Themen" hinzufügen können, müssen Sie sich anmelden.

Anmelden Jetzt registrieren

Das folgende Schlagwort zu „Meine Themen“ hinzufügen:

Sie haben bereits von 50 Themen gewählt

bearbeiten

Sie folgen diesem Thema bereits.

entfernen
Kommentare
Aktuellste
Älteste
Top