
Die erste von zehn anstehenden Bürgerversammlungen hielt Bürgermeister Friedel Heckenlauer in Mailes im Alten Brauhaus ab. Das Dorfgemeinschaftshaus war vor sieben Jahren nach einem Brand renoviert worden und kann nun von allen Ortsvereinen kostenlos genutzt werden. Lediglich für den Unterhalt müssen die Vereine selbst sorgen.
Heckenlauer informierte die 21 Bürger in einem etwa 90-minütigen Vortrag über das vergangene Jahr im Markt Stadtlauringen und anstehende Projekte und Investitionen. Erster Schwerpunkt war dabei der Neubau der Grundschule in Stadtlauringen. Die Abbrucharbeiten, welche bereits im letzten Quartal 2024 hätten beginnen sollen, stehen noch aus. Grund für die Verzögerung war die neue Ersatzstoffordnung 2023, wegen der zusätzliche abfallrechtliche Untersuchungen nötig waren. Mittlerweile konnte der Auftrag für den Abbruch im Gemeinderat vergeben werden, so Heckenlauer. Man sei optimistisch, dass der Zeitplan noch eingehalten werden könne. Auch mit den Ausgaben läge man im Plan, sodass Hoffnung bestünde, die eingeplante Reserve nicht in Anspruch nehmen zu müssen.
Vom Thema Grundschule war es dann auch nicht weit zur Ganztagsbetreuung für Grundschulkinder, auf die ab dem Schuljahr 2026/2027 jeder einen Rechtsanspruch haben wird. Der Anspruch wird stufenweise eingeführt, das heißt, im ersten Jahr haben zunächst alle Erstklässler einen Rechtsanspruch, bis im Schuljahr 2029/2030 alle Kinder der ersten bis vierten Klasse zur Ganztagsbetreuung angemeldet werden können. Die offene Ganztagsschule in Stadtlauringen wird 100 Kinder betreuen können, erklärte Heckenlauer.
Nach seinem Vortrag stellte er sich den Fragen der Bürger, beziehungsweise beantwortete zuerst die, die im Vorfeld eingereicht wurden. Ein Thema war der Katastrophenschutz, bei dem ein Bürger um mehr Sensibilisierung und Aufklärung bat. Um ein Informationstreffen zum Beispiel, bei dem erläutert würde, wie man sich bei länger andauerndem Stromausfall zu verhalten habe, oder wo man sich für den Nachrichtenaustausch hinwenden könne. Heckenlauer verwies grundsätzlich auf das vorhandene Notstromaggregat und versprach Klärung.
Nachgefragt wurde zum Stand des geplanten Baus eines Discounters auf dem Gelände zwischen der Tankstelle und der Bahnbrückenmühle. Heckenlauer erklärte, dass der Bebauungsplan von 2016 noch immer nicht amtlich veröffentlicht wurde, da noch kein Investor eine sichere Zusage gegeben habe.
Der im Süden von Mailes gelegene See bereitet derzeit drei anliegenden Bürgern Kopfschmerzen. Durch den stetigen Zulauf von Quellwasser breitete sich der See in den letzten Jahrzehnten immer weiter aus und trägt nun nach und nach immer mehr Böschung eines angrenzenden Grundstückes ab und überschwemmt den Verbindungsweg zwischen den drei betroffenen Grundstücken. Der Weg sei mittlerweile fast nicht mehr befahrbar. Verschlammung durch das Laub der Bäume und ein verstopfter Ablauf sind nach Meinung der Bürger die Ursachen. Im Zuge der Dorferneuerung sollte der See eigentlich befestigt werden, jetzt wird ein schnelles Handeln erbeten. Heckenlauer versprach baldige Antwort.