Die Vorsitzende der Verdi Frauen Schweinfurt, Kathi Petersen, betonte beim traditionellen Frauenfrühstück die erheblichen Geschlechterunterschiede in Bayern. Besonders die Lohnlücke sei größer als im Bundesdurchschnitt, was sich im späteren Equal Pay Day in Bayern widerspiegele, schreibt eine Pressemitteilung der Gewerkschaft, der die nachfolgenden Informationen entnommen sind.
Petersen kritisierte die fehlende Gleichstellung in vielen Lebensbereichen und forderte mehr gendergerechte Medizin, da Frauen bei Herzinfarkten oft falsch diagnostiziert würden. Beim Frühstück diskutierten die Teilnehmerinnen über den Mangel an weiblicher Perspektive in vielen Bereichen, wie der Sicherheit, wo Fahrzeuge überwiegend mit männlichen Dummys getestet werden. Eine Studie des ACE zeigte ein höheres Verletzungsrisiko für Frauen.
Marietta Eder, Geschäftsführerin von Verdi Schweinfurt, hob hervor, dass auch Haushalte auf kommunaler, Landes- und Bundesebene nicht neutral seien und forderte gender budgeting. Sie betonte, dass auch neue Technologien wie Künstliche Intelligenz (KI) gesetzliche Regelungen für mehr Gleichstellung benötigen. Entwicklungen, die traditionelle Rollenbilder fördern, sollten nicht von Algorithmen unterstützt werden. Die Verdi Frauen appellieren an alle, sich für Veränderungen einzusetzen, um mehr Gleichstellung zu erreichen.