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SCHWEINFURT
Die Karriere von Johann Henneberger
Vielfältige Zeichenkurse sind im April-Programm im Angebot.
Foto: Ronni Zettner | Vielfältige Zeichenkurse sind im April-Programm im Angebot.
Bearbeitet von Kirsten Mittelsteiner
 |  aktualisiert: 28.03.2025 16:37 Uhr

Das Museum für Grafik und Buchkunst bietet seinen Besuchern im April eine Vielfalt an Veranstaltungen. Ronni Zettners Zeichenkurs „Young Talents“ findet am Donnerstag, 10. April, von 15.30-17 Uhr statt. Die Schweinfurter Künstlerin und Zeichenlehrerin bietet Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit, ihre Zeichenfähigkeiten zu verbessern. Ziel ist es, dass die Kinder und Jugendlichen das, was sie im Kurs gelernt haben, auch in eigenen Projekten umsetzen können.

Es kann nach Bedarf ein originales Kunstwerk von beispielsweise Albrecht Dürer zur Inspiration oder Orientierung betrachtet werden. Passend dazu liegt der Schwerpunkt des Kurses am 10. April auf den Tieren aus Dürers Erlebniswelt. Die Zeichenlehrerin zeigt, wie man mit Hilfe von Formen, Linien und Schattierungen ein Tier im Sinne von Dürer zeichnen kann. Das Treffen ist vorerst das letzte der „Young Talents“-Kursreihe; weitere Termine gibt es im Herbst am 18. September, 16. und 30. Oktober. Alle Kurse sind einzeln (je Kurs 8,50 Euro) oder zusammen buchbar (im Trio rabattiert für 20 Euro).

In den Osterferien kann man mit dem Ferienprogramm „Wie der (Oster-)Hase läuft“ am Dienstag, 22. April, und Mittwoch, 23. April, von jeweils 14-17 Uhr eine spielerische Entdeckungsreise in die Welt der bewegten Bilder unternehmen und Tiere „zum Leben erwecken“. Kinder im Alter von 7-10 Jahren können dabei ein individuelles Daumenkino zeichnen und mit Hilfe von Stempeln und viel Kreativität selbst gestalten. Der Kurs wird von Künstlerin Anna Karina Fries und Ronni Zettner geleitet (beide Termine 12 Euro).

Der Kunsthistoriker und langjährige Museumsmitarbeiter Michael Bucher bietet am Samstag, 12. April, von 14.30-15.30 Uhr Einblicke in botanische Druckkunstwerke über einen Zeitraum von vier Jahrhunderten (Karten 8,50 Euro). Während die Pflanzen im ersten Kräuterbuch von 1484, dem „Herbarius Moguntinus“, kaum als solche erkennbar waren, entwickelten sich auch die Werke der nachfolgenden Jahrhunderte nicht ausschließlich positiv.

Die in ihnen enthaltene Flut an Details führte dazu, dass die Pflanzenbücher vor allem unübersichtlich waren. Diese Entwicklung der Pflanzendrucke vom 15. Jahrhundert bis in die frühere Vergangenheit wird nachvollzogen, unter anderem soll die Sortierung, Dokumentation, Abbildung und Beschreibung von Kräutern untersucht werden.

Vorträge zu 500 Jahre Bauernkrieg

Anlässlich des Jubiläums des Bauernkriegs von 1525 präsentiert das Museum Otto Schäfer in Kooperation mit dem Historischen Verein den denkwürdigen Aufstand in einer Reihe von drei Vorträgen, welche unterschiedliche Facetten des Konflikts darstellen. Der erste Vortrag „Kampf um Freiheit und Recht“ wird am Sonntag, 30. März, um 18 Uhr von der Theologin Kathi Petersen geleitet und behandelt den Bauernkrieg unter theologischen und ethischen Perspektiven. Besonders im Fokus steht dabei ein Sammelband mit „12 Artikeln“, der 1527 für Heinrich Rybisch gebunden wurde. Die nach wie vor höchst brisanten Reformationstexte thematisieren unter anderem sozialethische Fragen, vor allem im Kontext des Bauernkriegs, und sind deshalb auch für aktuelle Debatten von Interesse. Dieser Vortrag ist Teil der Reihe „WissensZeit“.

„Der Bauernkrieg und die fränkischen Reichsstädte“ ist das anschließende Thema, über welches Wolfgang Wüst von der Universität Erlangen-Nürnberg am Donnerstag, 10. April, um 18.30 Uhr referieren wird. Die hier anklingende Zusammenschau von Stadt und Land im Kriegsverlauf der Jahre 1524/25 wurde von der Bauernkriegsforschung lange vernachlässigt. Dabei unterstützten Reichsstädte wie Schweinfurt, Nürnberg und Rothenburg o. d. Tauber die aufständischen Bauern bis zur militärischen Niederlage.

Dieses „Krisenmanagement“ fand in Form von Beratungen durch reichsstädtische Konsulenten sowie in Entscheidungsgremien statt, die durch alternative Formen des Stadtregiments begleitet wurden. Somit bündelten sich in diesen Reichsstädten Erfahrungen aus Bürger-, Handwerker- und Zunftaufständen des Spätmittelalters.

Den letzten Vortrag zum „Bauernkrieg im Allgäu“ hält Stefan Fischer, Stadtarchivar Kaufbeurens i. R., am Mittwoch, 21. Mai, um 18.30 Uhr. Fischer, der 2024 auch eine Monografie zu dem Thema veröffentlich hat, wird hier abschließend auf die überregionalen Aspekte des begrenzt regionalen Konflikts eingehen. Die Karten für diesen Vortrag sowie für die anderen Bauernkriegsvorträge kosten jeweils 5 Euro; für Mitglieder des Historischen Vereins ist der Eintritt frei.

Ebenfalls im Rahmen der Reihe „WissensZeit“ und in Kooperation mit dem Förderverein Schloss Mainberg e. V. steht der Vortrag des Direktors der Stadt- und Regionalbibliothek Erfurts, Frank Stewing, „Johann Henneberger – ein illegitimer Grafensohn am Vorabend der Reformation“ am Sonntag, 27. April, von 18-19 Uhr im Museum Otto Schäfer (Karten 8,50 Euro).

Unehelichen Kindern haftete in der Vormoderne das Stigma der Illegitimität an. Ein Beispiel dafür ist Johann Henneberger, der als unehelicher Neffe seines gleichnamigen Onkels von dessen Ehefrau Gräfin Margarete von Henneberg zeitlebens gefördert wurde. Im Zuge dessen ermöglichte ihm die auf Schloss Mainberg residierende Gräfin ab 1438 ein Studium an der Erfurter Artistenfakultät. Stewing zeichnet die Karriere Johann Hennebergers nach, der für ein Jahrzehnt eine Pfründe an der Mainberger Schlosskapelle innehatte und schließlich als Bamberger Domvikar verstarb.

Karten und weitere Informationen unter www.museumottoschaefer.de

 
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