Traditionell wurde beim Schweinfurter Stadtfest auch wieder das Goldene Schörschle verliehen. Prämiert wurden in drei Kategorien Einzelhändler und Gastronomen: Schönste Fassade, schönste Inneneinrichtung und Gesamtkonzept. Unter Einbindung einer Jury vergibt die Werbegemeinschaft "Schweinfurt erleben" – Veranstalter des Stadtfestes – den Preis, ein echt vergoldetes "Schweinchen" und einen Scheck über 2000 Euro.
"Das ist genau das, was Schweinfurt ausmacht und warum es besucht wird, weil die Leute sagen, hier gibt es Geschäfte, die sind einmalig", sagte Thomas Herrmann, Leiter des Amtes für Wirtschaftsförderung und Stadtmarketing bei der "Schörschle"-Verleihung am Samstagnachmittag auf der Hauptbühne auf dem Markplatz.
Den Anfang der Preisverleihung machte die "Schönste Fassade". Mit Marion und Frank Hofmann gewannen das "Goldene Schörschle" für die Restaurierung eines denkmalgeschützten Anwesens in der Rückertstraße, fast in Sichtweite der Bühne, (ausnahmsweise) zwei Privatleute. Gemeinsam mit seinen zwei Söhnen entschloss sich der gebürtige Poppenhäuser, das gekaufte Anwesen umzubauen, berichtet Frank Hofmann. Zwei Jahre dauerte die Sanierung an. "Das wird uns immer im Kopf bleiben", so Hofmann. "Das war eine Heidenarbeit, die sich aber rentiert hat." Dafür gab es jetzt auch eine offizielle Honorierung.
Einrichtung für die Seele und ein Stück Urlaubsgefühl
Viel akribische Arbeit steckt auch Friseurmeisterin Nicole Bauer in ihr Geschäft. Im Juni zog sie mit ihrem Laden, der unter dem Slogan "Haare, Schönheit, Seele" läuft, von der Judengasse in die Rückertstraße. Für die Inneneinrichtung des neuen Salons gab es nun das "Goldene Schörschle". "Sie hat ihren Friseursalon so schön hergerichtet, das ist uns gleich aufgefallen", sagte Werner Christoffel von "Schweinfurt erleben" bei seiner kurzen Laudatio.
Die Auszeichnung für das beste Gesamtkonzept wurde einem Gastronmiebetrieb verliehen, der noch ganz frisch in der Innenstadt ist. Am Jägersbrunnen, an der Ecke Hadergasse, eröffnete der von der griechischen Insel Kreta stammende Emmanouil Skafidas sein "Manoli's coffee & snacks". Die komplette Einrichtung des Cafés wurde aus Griechenland importiert, um den Schweinfurtern etwas Urlaubsgefühl zu garantieren.
"Eine besonders ansprechende Innen- und Außeneinrichtung", begründet Christoffel die Wahl des gastronomischen Neulings in der Stadt. "Wir haben vor zwei Monaten ein kleines, schnuckeliges Tagescafé eröffnet. Wir brauchen noch etwas Zeit, um unser Sortiment zu erweitern", sagte Skafidas bevor der das goldene Schweinchen und den Scheck überreicht bekam. Optisch jedenfalls ist das neue Café bereits ein echter Hingucker für Schweinfurt.
Trotzdem Glückwunsch. Viel Erfolg.