
In Kürze öffnet des Schraudenbacher Freibad, das von ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern betrieben wird. Zum Badestart hat der Markt Werneck die Eintrittspreise geringfügig erhöht; der bisher bestehende Tarif gilt seit Einführung des Euro. Als schwierig und gefährlich bezeichneten Schraudenbacher Bürger die Parksituation rund um das Bad und in der Gambachstraße. Sie wünschen sich dort vermehrte Kontrollen des stehenden Verkehrs, also der Parkplatzsituation, und auch häufiger Messungen des fließenden Verkehrs an diesen Stellen.
Am liebsten, das konnte man den Wortmeldungen entnehmen, wäre allen Tempo 30 für das ganze Dorf. Das findet auch das Gefallen des Rathauschefs. Allerdings ist die Gambachstraße eine Kreisstraße und damit ist das Landratsamt zuständig und dazu müssten diese Einschnitte in den Straßenverkehr bei einer gemeinsamen Verkehrsschau festgestellt werden. Hier sieht Sebastian Hauck durchaus Hindernisse. Trotzdem möchte er die Schraudenbacher mit zusätzlichen Kontrollen durch den Verkehrsüberwachungsdienst unterstützen.
Windräder zwischen Werneck und Arnstein
Schraudenbach liegt im Windvorbehaltsgebiet WK 56: hier sollen in den nächsten Jahren neue Windenergieanlagen entstehen. Der Markt Werneck und die Nachbarkommune Arnstein hatten in den letzten Monaten erfolgreich ein "Pooling-Verfahren" zu Ende gebracht. Das bedeutet, dass beinahe alle Grundstücke, die dem Areal zugerechnet werden, von der Kombination der beiden Gemeinden und der Firma "Wust Wind & Sonne" verwaltet werden. In diesem Gebiet gilt später ein größerer Mindestabstand der Windräder zu den Dorfgrenzen als im Gesetz vorgesehen sei, betonte Hauck.
Von der ersten konkreten Planung bis zum Start der Rotoren werden Jahre vergehen: 2030 bis 2032 sind realistische Daten für die Stromerzeugung aus Windenergie. Bürger können sich auf unterschiedlichen Wegen an dem Windpark beteiligen. Der Markt und dessen Partner werden später noch konkrete Mitwirkungsmöglichkeiten skizzieren.
In Schraudenbach baut eine Telekom-Tochter das Glasfasernetz aus. Wer einen neuen Vertrag mit der Telekom geschlossen hat, wird praktisch kostenfrei an die schnelle Leitung angeschlossen. Wer dies erst in ein paar Monaten oder Jahren vollzieht, muss wohl 800 Euro investieren. In einigen Ortsteilen setzt Werneck auf diverse Fördermittel für den Breitbandausbau, über das Höfeprogramm, so Hauck, habe man einzeln stehende Gebäude außerhalb des Siedlungsgebietes erfolgreich mit schnelleren Verbindungen versorgen können.
Aus alter Schule wird Bürgerhaus
Das Hallenbad an der Mittel-Schule ist fertig, jetzt folgen weitere Arbeiten in den Umkleiden der Turnhalle. Noch kann man dort nicht duschen, berichtete Hauck, als er kommende Großprojekte vorstellte. Darunter fällt auch der Umbau der alten Schule Werneck zum Bürgerhaus, zur neuen Heimat von Musikschule, Vhs und Co. und die Errichtung eines Ärztehauses, das von einem Investor finanziert wird. Auf dem Plan stehen auch "Leuchtturmprojekte" aus dem Gemeindeentwicklungskonzept des Marktes.
Stephan Schäflein, der zweite Bürgermeister, begrüßte im gut besetzten Saal des Sportheimes rund 60 Gäste, darunter einige Mitglieder des Marktgemeinderates. Zu Beginn der Bürgerversammlung in Schraudenbach hatte Bürgermeister Sebastian Hauck die wichtigsten Kennzahlen des Marktes präsentiert: die Einwohnerzahl von Werneck ist seit zehn Jahren – entgegen anderer Prognosen – stabil geblieben und sollte die Zahl von rund 10.200 Bürgerinnen und Bürgern auch in der Zukunft erreichen.
Werneck ist praktisch schuldenfrei, das Minus von rund vier Millionen Euro ist alleine dem Schulverband anzurechnen, führte der Rathauschef aus.