zurück
SCHWEINFURT
80. Ausgabe des Poetry-Slam
Bearbeitet von Kirsten Mittelsteiner
 |  aktualisiert: 31.03.2025 02:33 Uhr

Die neue Runde der Poetry-Slam-Saison startet im April, bevor sie in die Sommerpause geht und ermittelt in der 80. Ausgabe den ersten monatlichen Champion. Die Gastszene zum Auftakt kommt aus Halle und Leipzig. Das Publikum darf sich am Samstag, 5. April, um 20 Uhr in der Disharmonie auf ein Line-up freuen, von dem Moderator und Veranstalter Manfred Manger sicher ist, dass es genau das bietet, was nur Slam bieten kann: „die Perspektive junger Gegenwartsliteratur, in einer Zeit, in der immer mehr Menschen rückwärts und rechtswärts denken.“

Hierfür ist die junge Slam-Szene Halle a. d. Saale (Sachsen-Anhalt), Leipzig und auch Jena eingeladen und man findet nicht zuletzt gleich drei Starterinnen der letzten deutschsprachigen U20-Meisterschaften im Line-up, darunter die deutschsprachigen U20-Landesmeisterinnen aus Sachsen (Emma Schaumann) und aus Thüringen (Lowis Rabea).

Emma Schaumann wohnt in Leipzig, ist eine der besten U20-Poetinnen, die die deutschsprachige Szene derzeit zu bieten hat und steht seit 2023 auf Slam-Bühnen. Auf Slam-Bühnen überzeugt die junge Poetin mit gesellschaftskritischen, humoristischen Texten und Reimen, die das Publikum mitnehmen. Texte, die sie bis ins Finale der großen U20-Meisterschaften in Berlin 2024 führten. So wird ihr Humor schon deutlich, wenn sie von sich sagt: „Eigentlich slamme ich nur, um mich vom verlockenden Gedanken der Exmatrikulation abzulenken.“

Lowis Rabea (Jena) ist Poetin, Biologiestudentin und „stolperte im Herbst 2023 zum ersten Mal auf eine Poetry-Slam-Bühne“. Dies meint sie wortwörtlich, denn sie stolperte über das Mikrofonkabel. Mit ihren emotionalen und gelegentlich humoristisch angehauchten Texten errang sie bereits 2024 bei den Thüringer U20-Meisterschaften den Sieg und steht seitdem auch auf großen Bühnen, wie dem Weimarer Deutschen Nationaltheater, aber auch außerhalb Thüringens. In Berlin drang sie bis ins Halbfinale der großen U20-Meisterschaften vor, und man darf gespannt sein, wenn eine junge Biologiestudentin Lieblingswörter wie „Logorrhö“ in sich trägt.

Auch Repräsentanten der Slam-Szene Frankens am Start

Ein doppeltes Wiedersehen aus Halle gibt es mit dem Landesmeister Sachsens 2020 Stephan Brosch und Jule Meier. Letztere überzeugte 2024 das Publikum mit ihren Texten schon beim „Sparkassen-Jubiläums-Slam“ in der Disharmonie und tags zuvor gelang ihr sogar der Doppelsieg beim Slam in Münnerstadt mit Til Gerloff (Halle). Stephan Brosch, gebürtiger Wuppertaler, ist in Schweinfurt kein Unbekannter mehr und reist mit der jungen Szene an. Die spitze Feder des Phonetikstudenten führte ihn vor zwei Jahren schon einmal bis in die Stadtmeisterschaft Schweinfurts.

Natürlich sind zudem Repräsentanten der Slam-Szene Frankens im Line-up zu finden. Christian Lüttmann, gebürtig aus Essen, wo er auch zu slammen begann, verschlug es beruflich nach Würzburg. Er machte mit seiner Teilnahme auf der offenen Liste vor zwei Jahren auf sich aufmerksam. Letztes Jahr war kein gemeinsamer Termin zu finden und so freut sich Moderator Manfred Manger, dass dies gleich doppelt geklappt hat. Denn auch mit Nils Nektarine, ein viel beschäftigter Moderator aus Nürnberg, von dem es heißt, er trüge den schönsten Schnurrbart Frankens, ist das meist schwer. Da er eigentlich aus Würzburg stammt, ist es ihm selbst immer eine große Freude, Zeit für Slam in Unterfranken zu finden.

Wer meint, selbst daran teilnehmen zu wollen, kann sich bei Organisator und Moderator Manfred Manger per E-Mail über das Kontaktformular auf der Homepage für die offene Liste bewerben.

Wer das Format nicht kennt: Poetry-Slam, seit 2006 ausgetragen, ist die erfolgreichste und älteste literarische Serienveranstaltung der Stadt. Eine Publikumsjury bewertet die einzelnen Beiträge. Im finalen Stechen der drei Besten des Abends, wird vom Publikum der Sieger bzw. die Siegerin des Abends ermittelt und zum Saisonfinale im März 2026 eingeladen.

Die Preise des Abends kommen aus dem Publikum. Alle Zuschauer und Zuschauerinnen sind angehalten, ein kleines Präsent mitzubringen. Während der Veranstaltung werden die Preise klingelbeutelartig für die Trophäe der goldenen Dichterschlachtschüssel (ein goldener Sektkübel) eingesammelt.

Bewährt begleitet wird Manfred Manger von der Nürnberger DJane Lisa Smaragd, die für die musikalische Untermalung des Abends sorgt. Mit Witzigkeit, Raffinesse, Spontanität und Feinfühligkeit findet sie zu jedem Text die passenden Töne für die Auf- und Abgänge der Slammer.

Karten im Vorverkauf Erwachsene 12 Euro (zzgl. VVK-Gebühren) unter www.disharmonie.de oder Tel. (09721) 28895, Vorverkauf Schüler und Mitglieder von Poetry Slam Schweinfurt e. V. oder Disharmonie 10 Euro. Ermäßigte Karten direkt bei der Disharmonie oder online über die Slam-Homepage (Kontaktformular) www.poetryslamschweinfurt.de. Abendkasse (pauschal) 17 Euro. Reservierte Karten eine Woche vorher abholen oder sie verfallen. Aktuelle News (Line-up etc.) auf der Homepage oder Social Media www.facebook.com www.instagram.com

 
Themen & Autoren / Autorinnen
Schweinfurt
Disharmonie Schweinfurt
E-Mail
Lyriker
Moderatorinnen und Moderatoren
Poetry Slam
Publikum
Stadt Schweinfurt
Stadtkultur Schweinfurt
Lädt

Damit Sie Schlagwörter zu "Meine Themen" hinzufügen können, müssen Sie sich anmelden.

Anmelden Jetzt registrieren

Das folgende Schlagwort zu „Meine Themen“ hinzufügen:

Sie haben bereits von 50 Themen gewählt

bearbeiten

Sie folgen diesem Thema bereits.

entfernen
Kommentare
Aktuellste
Älteste
Top