
Im Rahmen eines besonderen Umweltprojektes, der Aktion "Das summende Dorf – ein Wettbewerb zur Förderung von Wildbienen in Dörfern" haben die Schülerinnen und Schüler im Schulhaus Wollbach eine Nisthilfe für Wildbienen gebaut. Mit viel Engagement und Freude schufen sie auf dem Schulgelände einen Lebensraum für diese wichtigen Bestäuberinsekten.
Die Kinder errichteten eine Lehmwand als Nistmöglichkeit für Wildbienen. Dafür mischten sie Sand und Lehm eigenhändig und brachten ihn in ein vom Bauhof der Gemeinde vorbereitetes stabiles Gestell ein. Die Begeisterung war groß – bald nannten die Kinder die Lehmwand das "Hochhaus für Wildbienen".
Doch damit nicht genug: Damit die Bienen auch ausreichend Nahrung finden, legen die Kinder ein Magerbeet an und bepflanzen dieses mit bienenfreundlichen Gewächsen. Diese Fläche wird nun schnell zum "Supermarkt", aus dem die Bienen ihren Nektar holen, um ihre Jungen zu versorgen. Es entstand mehr als nur Nistplätze – Ein blühender Lebensraum.
Um das Angebot für die Wildbienen zu erweitern, werden die Schulkinder noch einen Birnbaum, eine Felsenbirne, einen Holunder und weitere Sträucher pflanzen. Diese Pflanzen liefern nicht nur Nahrung für die Bienen, sondern verschönern auch das Schulgelände. Ein jahrgangsübergreifendes Projekt unter dem Motto: "Lernen mit Kopf, Herz und Hand."
Neben dem praktischen Arbeiten erfuhren die Kinder an diesem Projekttag viel über das Leben der Wildbienen – von der Eiablage bis zum Schlüpfen der Jungbienen. Ergänzt wurde der Projekttag durch künstlerische und musikalische Angebote für die Schulkinder. Das handwerkliche Bauen, Pflanzen und Forschen machte allen Beteiligten großen Spaß und stärkte das Bewusstsein für den Schutz der Wildbienen.
Das Projekt ist nicht nur eine einmalige Aktion, sondern ein langfristiger Beitrag zum Naturschutz. Die Kinder haben einen Ort geschaffen, an dem Wildbienen auch in Zukunft nisten und Nahrung finden können.
Mit ihrem "Wildbienen-Hochhaus" und dem "Supermarkt für Bienen" haben die jungen Naturschützer ein tolles Zeichen für den Artenschutz gesetzt.
Von: Katharina Jessenberger (Verwaltung, Grundschule Hollstadt-Wollbach)
