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Heustreu
Herren- aber nicht Interessenlos
Eckhard Heise
 |  aktualisiert: 03.04.2025 02:38 Uhr

Das "herrenlose Haus" in der Mühlstraße von Heustreu ist für die Gemeinde ein Dorn im Auge, für Denkmalschützer hingegen ein baugeschichtliches Kleinod von überragendem Wert. Inzwischen beschäftigten sich bereits Fachleute des Bayerischen Innenministeriums mit dem verlassenen Anwesen, verkündete Bürgermeister Ansgar Zimmer bei der jüngsten Gemeinderatssitzung.

Immer weitere Kreise zieht das historische Gebäude, das durch seinen verwahrlosten Zustand im Dorf jedoch ein Ärgernis darstellt. Jetzt soll aber von übergeordneter Stelle versucht werden, dem Anwesen rechtlich habhaft zu werden.

Das große überörtliche Interesse resultiert aus verschiedenen baugeschichtlichen Elementen, die in Bayern inzwischen Seltenheit besitzen, fasste Zimmer die Einschätzung von Fachleuten aus dem Bereich Denkmalschutz zusammen. Schon in den nächsten Wochen sollen weitere Gutachter eintreffen, die unter anderem eine dendrochronologische Altersbestimmung vornehmen. Außerdem soll jetzt verstärkt nach einem Weg zur Regelung der Eigentumsverhältnisse gesucht werden, damit auch rechtlich unbedenklich Zugriff auf die Immobilie besteht.

Keine Vorfälle gemeldet

Im weiteren Verlauf gab Zimmer noch einen Rückblick über den Fasching 2025. Die Leitung der Polizei habe keine nennenswerten Vorfälle gemeldet, so das Ortsoberhaupt. Dank vieler ehrenamtlicher Helfer sei der Umzug trotz des sehr starken Zulaufs von Besuchern ebenfalls ohne besondere Vorkommnisse verlaufen.

Im weiteren Verlauf stimmte das Gremium einer Teilnahme an dem Projekt "Schwammregion Streu Saale" zu. Die Gründung hat die Anstellung einer Fachkraft zum Ziel, die die Möglichkeiten zur Rückhaltung von Niederschlagswasser untersucht und bauliche Aktivitäten beratend unterstützt. Die neue Stelle wird über einen Zeitraum von drei Jahren zu 90 Prozent gefördert. Gerade Heustreu habe unter anderem durch seine exponierte Lage am Zusammenfluss von Streu und Saale erhebliches Interesse an dem Thema, betonte Zimmer. Darum hat die Gemeinde auch schon vor geraumer Zeit die Erarbeitung eines Sturzflutmanagements in Auftrag gegeben.

Ferner stimmte das Gremium einem Abbruch eines Nebengebäudes in der "Alte Straße" zu. Und zu guter Letzt gab Zimmer bekannt, dass die Bürgerversammlung am 11. April in der Festhalle stattfindet.

 
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