
Zu zwei Abendterminen trafen sich viele interessierte Schülerinnen und Schüler der 6. Jahrgangsstufe und einige Eltern freiwillig am Laichgewässer zwischen Herbstadt und Breitensee mit ihren Biologie-Lehrkräften Silvia Jetschni und Johannes Hey. Gemeinsam sammelten die fleißigen Helferinnen und Helfer beim Ablaufen des 500 Meter langen Zaunes an beiden Tagen über 100 Erdkröten, die anschließend im Laichgewässer ausgesetzt wurden.
Erstmals in diesem Jahr wurde vom zuständigen Bund Naturschutz, Ortsgruppe Bad Königshofen, auch ein 200 Meter langer Schutzzaun auf der anderen Straßenseite aufgestellt, um den Tieren eine sichere Rückwanderung zu ermöglichen. Dort hatten die Kinder ebenfalls Erfolg und sammelten die ersten Tiere ein, die sich nach dem Ablaichen schon wieder auf den Weg in die Sommerquartiere gemacht hatten. Unterstützt wird die Schutzmaßnahme in diesem Jahr von Anna Weidmann, einer Schülerin aus der 12. Jahrgangsstufe des Gymnasiums Bad Königshofen. Sie dokumentiert im Rahmen des W-Seminars "Ökologie" die Laich- und Rückwanderung aller Amphibien an den beiden Schutzzäunen und trägt mit ihrer Arbeit wesentlich zur Datenerhebung und -auswertung bei.
Seit dem 8. März wurden von Aktiven des Bund Naturschutz knapp 2000 Amphibien sicher über die Straße getragen. Laut Dieter Jetschni, dem Ortsgruppenvorsitzenden, ist dies ein sehr gutes Ergebnis. Ein Vergleich mit den Jahren vorher zeigt, dass die Zahlen am Amphibienschutzzaun zwischen Herbstadt und Breitensee konstant sind und in guten Jahren sogar steigen. Angesichts der Tatsache, dass alle heimischen Amphibienarten in ihren Beständen gefährdet sind, ist das eine sehr positive Nachricht, zu der auch die Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums mit ihrer praktischen Naturschutzarbeit seit Jahren ihren Teil beitragen.
Von: Silivia Jetschni für das Gymnasium Bad Königshofen