Eine große Trauergemeinde nahm beim Gottesdienst in der evangelischen Kirche und der Beisetzung am Friedhof Bad Königshofen Abschied von Günther Grell. Bürgermeister Thomas Helbling stellte fest: "Günter Grell hat die Stadt maßgeblich geprägt". Der evangelische Pfarrer Andreas Werner (Mellrichstadt) hielt den Trauergottesdienst und sagte, dass der Verstorbene drei Jahrzehnten Kirchenvorsteher war und zwar von 1976 bis 2006. In dieser Zeit habe er sich bei vielen Projekten eingesetzt und diese mit begleitet.
Der Pfarrer nannte ihn einen treuen Gottesdienstbesucher, der stets am Leben der Kirchengemeinde teilgenommen hat. Für sein großes Engagement danke ihm die Kirchengemeinde. Bürgermeister Thomas Helbling sagte in seiner Trauerrede, dass Günther Grell vom 1. Mai 1966 bis zum 31. Dezember 1971 zweiter Bürgermeister der ehemaligen Gemeinde Ipthausen war. Er war 30 Jahre im Stadtrat und in vielen Gremien und Ausschüssen und wurde 1984 mit der kommunalen Dankurkunde und 2002 mit dem Ehrenteller der Stadt ausgezeichnet. Für den Lions-Club Bad Königshofen nahm Roland Köth Abschied und nannte ihn ein Clubmitglied, das sich für andere engagierte. "Mehr zu geben, als zu nehmen", sei für Günther Grell selbstverständlich gewesen.
Geschichte der Landwirtschaft
Sein besonderes Anliegen galt der Geschichte der Landwirtschaft und der Dorfverschönerung seiner Heimatgemeinde Ipthausen. Dazu gehörte die Einrichtung des Dorfmuseums ebenso, wie sein Mitwirken an dem Buch zur Geschichte der Wallfahrtskirche Ipthausen. Die Städtepartnerschaft Bad Königshofen-Arlington/Texas war ihm ebenso ein Anliegen, wie die Heimatgeschichte. Im Verein für Heimatgeschichte im Grabfeld war er ein wichtiger Eckpfeiler.
In seinem Anwesen in Ipthausen hatte er ein kleines Museum historischer landwirtschaftlicher Geräte und gab bei Führungen sein Wissen über die Geschichte der Landwirtschaft im Grabfeld weiter. Die Ernte und das Dreschen standen im Mittelpunkt der gezeigten Maschinen.