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Trappstadt
Gemeinderat Trappstadt genehmigt Haushalt für das laufende Jahr
Das historische Torhaus von Trappstadt. Hier ist auch das Rathaus der Gemeinde untergebracht.
Foto: Hanns Friedrich | Das historische Torhaus von Trappstadt. Hier ist auch das Rathaus der Gemeinde untergebracht.
Hanns Friedrich
Hanns Friedrich
 |  aktualisiert: 28.03.2025 13:37 Uhr

Der Gemeinderat Trappstadt hat in seiner Sitzung den Haushalt für das laufende Jahr 2025 beraten, diskutiert und genehmigt. Er schließt im Verwaltungshaushalt mit 2,31 Millionen Euro und im Vermögenshaushalt mit 1,835 Millionen Euro ab.

Der Gesamtbetrag der Kreditaufnahme für Investitionen und Investitionsförderungsmaßnahmen ist mit 590.000 Euro kalkuliert. Dem Finanz- und Stelleplan wurden ebenfalls zugestimmt. Kämmerin Julia Freibott hatte den Haushalt in den wesentlichen Teilen dem Gemeinde präsentiert. Bürgermeister Michael Custodis dankte ihr für die Ausarbeitung und die Vorstellung im Gremium.

Sinkende Schlüsselzuweisungen

Nach wie vor sinken die Einwohnerzahlen und pendeln sich zum 31. Dezember 2024 bei 892 ein, im Vorjahr lag die Zahl bei 903. Bei den Einnahmen im Verwaltungshaushalt sind die Steuern und allgemeine Zuweisungen mit 58 Prozent der größte Brocken, gefolgt von Einnahmen aus Verwaltung und Betrieb (29 Prozent) und sonstigen Finanzausgaben. Die Schlüsselzuweisungen sinken voraussichtlich von 633.004 auf 629.680 Euro.

Die Grundsteuer A ist in diesem Jahr auf 25.200 Euro (25.078 Euro im Vorjahr), angesetzt, die Grundsteuer B mit 66.000 Euro (64.161). Die Gewerbesteuer bringt etwa 80.000 Euro. Damit ist man wieder auf dem "Normalstand", sagte Bürgermeister Custodis.

Bis 2026 keine Überschüsse erwartet

Zu den Ausgaben im Verwaltungshaushalt nannte die Kämmerin die sonstigen Finanzausgaben mit 36 Prozent, den sächlichen Verwaltungs- und Betriebsaufwand mit 33 Prozent, die Zuweisungen und Zuschüsse (nicht für Investitionen) mit 19 Prozent und die Personalausgaben mit zwölf Prozent.

Bei 78 Prozent liegen die Zuschüsse für soziale oder ähnliche Einrichtungen, für laufende Zwecke sind die Zuweisungen bei 22 Prozent. Ein Prozent sind sonstige, soziale Leistungen.

Die Kreisumlage ist mit 526.400 in diesem Jahr kalkuliert, im Vorjahr lag sie bei 447,534 Euro. Die VG-Umlage steigt von 247.000 auf 267.000 Euro.

Die Zuführung zum Verwaltungshaushalt beträgt 182.305 Euro. Die Kämmerin sagte dazu, dass die Marktgemeinde weder im Haushaltsjahr 2025 noch im Finanzplanungsjahr 2026 in der Lage sein wird, einen Überschuss zu erwirtschaften, der dem Vermögenshaushalt zugeführt werden kann,

Erst 2027 Mindestzuführung möglich

Im Finanzplanungszeitraum werden die Defizite aus dem Verwaltungshaushalt durch Gebührenerhöhungen im Abwasserbereich abgefedert. Dadurch wird es möglich, in den Finanzplanungsjahren 2027 und 2028 eine Zuführung an den Vermögenshaushalt zu erwirtschaften. Diese erreicht voraussichtlich dann die Mindestzuführung.

Vorgestellt hat Freibott auch den Vermögenshaushalt, der sich 2025 bei 1,835 Millionen Euro einpendelt. Er liegt damit aufgrund der vorgesehenen Investitionsmaßnahmen über dem des Vorjahres (1,053 Millionen Euro). Bei den Ausgaben des Vermögenshaushaltes schlagen vor allem die geplanten Tiefbaumaßnahmen mit 51 Prozent zu Buche. Hier sind unter anderem 941.000 Euro unter anderem für notwendige Kanalbaumaßnahmen, kalkuliert.

801 Euro Pro-Kopf-Verschuldung

Trappstadt hatte 2023 eine Stabilisierungshilfe von 250.000 Euro und im Jahr 2024 ebenfalls eine Stabilisierungshilfe mit 400.000 Euro erhalten. Diese wurden noch nicht in voller Höhe nachgewiesen, weshalb 2025 nur eine Entnahme aus der Rücklage in Höhe von 942.855 Euro vorgesehen ist, sagte die Kämmerin. Die allgemeine Rücklage pendelt sich zum Jahresende 2025 damit voraussichtlich bei 512.376 Euro ein.

Der Schuldenstand beläuft sich zum 31. Dezember 2025 auf 714.970 Euro. Die Pro-Kopf-Verschuldung beträgt damit 801 Euro. Diesen Ausführungen hatte der Gemeinderat nichts hinzuzufügen, dankte Kämmerin Julia Freibott jedoch für die ausführliche und kompetente Vorstellung.

Bürgermeister Custodis verwies dann noch auf Informationen aus nichtöffentlicher Sitzung. Hier hatte man der Errichtung einer Grundwassermeßstelle in der Gemarkung Alsleben zugestimmt, ebenso überplanmäßigen Ausgaben von 16.026 Euro.

 
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