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Schönau
Gemeinderat entscheidet sich für weitere Urnengräber
Im Gemeindehaus von Schönau sind einige Umbaumaßnahmen vorgesehen. Dazu lag ein Nutzungskonzept vor.
Foto: Hanns Friedrich | Im Gemeindehaus von Schönau sind einige Umbaumaßnahmen vorgesehen. Dazu lag ein Nutzungskonzept vor.
Hanns Friedrich
Hanns Friedrich
 |  aktualisiert: 28.03.2025 02:39 Uhr

Offiziell in den Ruhestand verabschiedet wurde bei der jüngsten Sitzung des Gemeinderates Schönau Revierförster Michael Heinrich. Sein Nachfolger ist Niklas Damm, der sich dem Gemeinderat vorstellte. Dazu war auch Forstdirektor Hubert Türich anwesend, der für die langjährige Zusammenarbeit dankte. Bürgermeisterin Sonja Rahm erwähnte die Unterstützung Heinrichs als Gemeinderat sowie den ehrenamtlichen Einsatz. "Ganz herzlichen Dank für das unermüdliche Engagement zum Wohle unserer Gemeinde."

Dann ging es um die Änderung der Bayerischen Bauordnung und die Auswirkungen auf die gemeindliche Kfz-Stellplatzsatzung. Da sich der Wegfall der Stellplatzpflicht negativ auf den innerörtlichen ruhenden Verkehr und die Verkehrssicherheit auswirken kann, wurde die örtliche Verkehrsbehörde einbezogen. Diese befürchtet, dass beim generellen Wegfall einer Stellplatzpflicht sich die Parksituation auf der öffentlichen Straße verschärft. Daher sollte mindestens ein Stellplatz pro Wohneinheit ausgewiesen sein. Der Gemeinderat Schönau entschied, dass grundsätzlich eine Stellplatzpflicht gelten soll. Die Verwaltung soll eine Stellplatzsatzung ausarbeiten und dem Gemeinderat vorlegen.

1,7 Prozent der Regionsfläche

Sonja Rahm berichtete dann über das neue Gesetz zur Festlegung von Flächenbedarfen für Windenergieanlagen. Ziel sei, im Interesse des Klima- und Umweltschutzes, die Transformation zu einer nachhaltigen und treibhausgasneutralen Stromversorgung, die vollständig auf erneuerbaren Energien beruht, durch den beschleunigten Ausbau der Windenergie zu fördern. Die Planungsregion Main-Rhön habe 1,7 Prozent der Regionsfläche als Vorrang- und Vorbehaltsgebiete für die Errichtung von Windenergieanlagen festgelegt. Jetzt soll das Windkonzept überprüft und angepasst werden. Dabei wurden 36 Vorrang- und Vorbehaltsgebiete für die Errichtung von Windenergieanlagen neu aufgenommen und fünf bestehende Vorbehaltsgebiete für Windkraftnutzung herausgenommen.

Nur noch wenige Urnengräber gibt es im Friedhof von Schönau. Jetzt hat sich der Gemeinderat damit befasst und stimmt einer Erweiterung zu.
Foto: Hanns Friedrich | Nur noch wenige Urnengräber gibt es im Friedhof von Schönau. Jetzt hat sich der Gemeinderat damit befasst und stimmt einer Erweiterung zu.

Vorgelegen hat die Bauleitplanung der Gemeinde Bastheim. Diese beabsichtigt für den Gemeindeteil Unterwaldbehrungen die Aufstellung des Bebauungsplans "An der Sohl". Der Gemeinderat nahm die Planungen der Gemeinde Bastheim zur Kenntnis. Diskussionen gab es bei der Ausweisung von weiteren Erdurnengräbern im Friedhof von Schönau. Aktuell sind neben 23 freien Erdurnengräbern in der Rasenfläche nur noch fünf frei und vier Grabstellen für Sargbestattung verfügbar. Zwei Varianten lagen zur Diskussion vor: Es könnten zehn zusätzliche Erdurnengräber entstehen, allerdings sollte dann auf die Belegung von sieben bisher freien Erdurnengräbern um einen Baum verzichtet werden, damit ein begehbarer Bereich zwischen den naturnahen und den zusätzlichen Erdurnengräbern verbleibt.

Vorhandene Reihen verlängern

Möglich wären zwei zusätzliche Erdurnengräber in Verlängerung der vorhandenen Reihen. Diesem Vorschlag schloss sich der Gemeinderat an, will ihn aber erweitern. Es sollen ausschließlich Erdurnengräber und zwar so viel wie platztechnisch möglich in der Abteilung ausgewiesen werden. Vorhandenen Reihen sollen rechts und links mit Gräbern verlängert werden, so viel wie umsetzbar ist. Damit wurde die Bauhofgemeinschaft Brend-Saale beauftragt. Die Bürgermeisterin gab dann Informationen über die 1. Sitzung des Arbeitskreises "Neue Mitte Schönau a. d. Brend". Neben ihr nahmen der Zweite Bürgermeister Reinhold Nöldner, die Gemeinderäte Michael Heinrich, Sebastian Manger und Eberhard Märkert, Architekt Andreas Halboth sowie der Leiter der Bauverwaltung der VG Bad Neustadt, Architekt Franz-Josef Schmitt teil. Nach ausführlicher, teilweise kontroverser Diskussion habe man ein zukünftiges Nutzungskonzept für das Gemeindehaus in Schönau erarbeitet. Dieses soll als Gesprächsgrundlage für die Abstimmung mit der Regierung von Unterfranken zur Auslotung von Förderszenarien dienen.

Sonja Rahm berichtete weiter, dass die Umstellung der Straßenbeleuchtung auf LED-Technik derzeit nicht von der Regierung gefördert wird. Grund ist die Mittelknappheit. Dann ging es um die kommunale Arbeitsgemeinschaft "Schwammregion Streu-Saale". Der Gemeinderat entschied der Arbeitsgemeinschaft im Rahmen der Nes-Allianz beizutreten. Besprochen hat das Gremium die notwendige Anpassung der Kindertageseinrichtungssatzung zum 1. April. Hier beschloss der Gemeinderat den Neuerlass der Kindertageseinrichtungsgebührensatzung. Die Bürgermeisterin informierte dann noch über die diesjährigen Bürgerversammlungen. Die erste findet am Mittwoch, 2. April, in Schönau im Kolpingheim und tags darauf, am Donnerstag, 3. April, im Bürgerhaus Burgwallbach statt. Beginn ist jeweils um 19 Uhr. Die Jugendbürgerversammlung ist für Dienstag, 6. Mai, geplant.

 
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