Einen faszinierenden Einblick in die Funktionsweise einer Biogasanlage bekamen die interessierten Teilnehmer, die der Einladung des Bund Naturschutz gefolgt waren. Kurzweilig und mit hoher Fachkompetenz zog Thomas Eschenbach bei dem Gang durch die Anlage die Zuhörer in seinen Bann.
Der Rundgang begann bei den Fahrsilos, wo die eingesetzten Feststoffe einsiliert werden. Das Material gelangt dann in einen ersten Fermenter, in dem das organische Material von anaeroben Mikroorganismen unter anderem zu Methangas abgebaut wird. Ein nachgeschalteter zweiter Fermenter ermöglicht dann noch die vollständige Umsetzung. Das entstandene Methan wird nach der Reinigung in Blockheizkraftwerken verbrannt, wobei Energie in Form von Wärme und Strom entsteht.
Vier Prozent des Stroms dienen dem Eigenstromverbrauch der Anlage, der Rest wird in das öffentliche Netz eingespeist. Die anfallende Wärme versorgt u.a. die Frankentherme, das Schulviertel und einige private Häuser. Das feste Gärprodukt stellt einen wertvollen Dünger dar, der den Nährstoffkreislauf schließt.
Von: Dieter Jetschni (1. Vorsitzender, Bund Naturschutz, Ortsgruppe Bad Königshofen)