
Zufriedene Bürger hat Michael Custodis, Ortsoberhaupt von Trappstadt, in seiner Gemeinde. Das jedenfalls zeigte sich bei der Bürgerversammlung. Es gab kaum Fragen und ansonsten Kleinigkeiten, die nicht die Gemeinde betreffen und schnell abgeklärt werden konnten. Die Trappstädter bekamen dann Einblicke in die Arbeit des Gemeinderates vom vergangenen Jahr. Der Bürgermeister berichtete von den Finanzen erwähnte die Geburten und Sterbefälle und Aktuelles. Im Jahr 2024 gab es jeweils zwei Geburten in Trappstadt und Alsleben. Die Einwohnerzahl sank von 926 auf 908.
Bereits beim Totengedenken zeigte sich, dass die vier Geburten wohl die Anzahl der Verstorbenen in Trappstadt nicht ausgleichen können. Dann stellte er die wichtigsten Daten des Haushalts 2024 vor und berichtete von der Grund- Gewerbe- und Einkommenssteuer. Es ging um Schlüsselzuweisungen, eben all das, was die Einnahme im Verwaltungshaushalt waren. Vorgestellt wurden die Ausgaben im Verwaltungshaushalt mit Personalausgaben, dem Verwaltungs- und Betriebssaufwand, aber auch Umlagen und Zuwendungen der Kommune für soziale Zwecke, zum Beispiel den Kindergarten.
Hier galt ein besonderes Dankeschön an Berthild Bauer und Uwe Werner vom Kindergartenverein. Die Gemeinde musste nämlich keine Defizite ausgleichen und auch keine Erhöhung der Kindergartengebühren vornehmen. Es gab Informationen zur Kreisumlage, die sich bei 447.534 Euro einpendelte, in diesem Jahr aber ansteigen wird und die VG-Umlage, die bei 247.301 Euro lag. Zu den Einnahmen im Vermögenshaushalt sagte der Bürgermeister, dass es hier um Investitionszuweisungen, zum Beispiel für die Feuerwehr oder die Dorferneuerung geht, ebenso wie aus den Erschließungsbeiträgen. Bei den Ausgaben im Vermögenshaushalt schlugen Hoch- und Tiefbaumaßnahmen zu Buche. Allerdings weniger als im Vorjahr.
Michael Custodis sprach die Stabilisierungshilfe an, die man in Höhe von 400.000 Euro bekam. "Hier war die Vorgabe, sie für entsprechende Projekte in der Gemeinde zu verwenden und das ist auch so geschehen." Erfreulich: Die Prokopf-Verschuldung sank von 195 Euro auf 171 Euro und geht damit kontinuierlich nach unten. Ein Thema war die Schulverbandsumlage an Bad Königshofen. Diese lag bei 14.030 für sieben Schüler. Beim Schulverband Untereßfeld sind es 84.738 für 28 Schüler. In diesem Zusammenhang ging Michael Custodis auf die Diskussionen um den Erhalt der Schule Untereßfeld ein. Hier sei es durch viele Gespräche gelungen, die Schule zu erhalten. "Die anfallenden Kosten sind es uns aber wert."
Der neue Förster der Gemeinde, Florian Höhn, wurde vorgestellt und darauf verwiesen, dass er nicht nur für die Gemeinde, sondern auch für die Privatwaldbesitzer als Berater fungiert. Wichtig sei es den Wald zukunftsfähig zu machen. 2024 lagen die Ausgaben bei 94.382 Euro, die Einnahmen bei 107.068 Euro. Ein weiteres Thema war die Trinkwasserversorgung. Dazu sagte das Ortsoberhaupt, dass nach wie vor die Planungen für einen Anschluß an die Ködeltalsperre in Oberfranken laufen. Allerdings muss einen Trinkwasserleitung mit einer Länge von rund 50 Kilometern gelegt werden. Unklar sei noch die Finanzierung und wann das geschehen soll.
Zufrieden ist die Gemeinde mit dem Naturfriedhof. Hier lagen die Bestattungen im Jahr 2024 bei 67, verkauft sind 137 Grabstätten,. 773 sind reserviert und 465 belegt. Informationen gab es zur Allianz Fränkischer Grabfeldgau und ihre Förderungen. Zur Einwohnerstatistik: Trappstadt hat 478 (485), Alsleben 430 (441) Einwohner. In seinem Ausblick auf 2025 nannte der Bürgermeister die Anschaffung eines MZF für die Feuerwehr Trappstadt, den Neubau von Kanal und Wasserleitung am Kirchweg und in der Torhausstraße und eventuell soll das Feuerwehrhaus verputzt werden.
