Sehr betroffen nahmen viele Lebenhaner die Nachricht vom Tode von Theresia "Resi" Hochgesang auf. Kannten sie Resi Hochgesang doch immer als tatkräftige Frau, die auch nach einer schweren Krankheit im Dorf wieder Präsenz zeigte. Sie war ein vertrautes Gesicht in Lebenhan und sehr beliebt. Entsprechend groß war die Trauerschar bei ihrer Beerdigung.
Resi Hochgesang wuchs mit vier Schwestern in Ginolfs auf, bevor sie 1967 durch Heirat mit Elmar Hochgesang nach Lebenhan kam. Da ihr Mann, der bereits vor 18 Jahren verstarb, in einem Handwerksberuf arbeitete, führte sie im Wesentlichen den landwirtschaftlichen Hof der Familie und erzog vier Kinder. Die Verstorbene war mit Fleiß und Tatkraft ihr Leben lang Anker für ihre Familie.
In Lebenhan trug Resi Hochgesang bis kurz vor ihrem Tode 35 Jahre lang die Main-Post und die Rhön- und Saalepost aus. Immer sehr besorgt, den Kunden frühmorgens so bald wie möglich die Freude des Zeitunglesens beim Frühstück zu gewährleisten. Resi Hochgesang lag die Zufriedenheit der Kunden sehr am Herzen. "Ich stehe gerne bald auf und freue mich, wenn ich mich nach dem Zustellungsdienst mit dem Gefühl der Zufriedenheit der Leute zum Frühstück setzen kann", war ihr Credo.
Im kirchlichen Bereich aktiv
Resi Hochgesang genoss immer gerne, in den letzten Jahren mit ihrem Lebensgefährten Johann Winter, die Gesellschaft anderer Menschen und besuchte Veranstaltungen. Sehr engagiert zeigte sich die Verstorbene über Jahrzehnte im kirchlichen Bereich als Pfarrgemeinderatsmitglied, Kommunionhelferin und Lektorin bis zu ihrem Tod. Ihre Haltung war klar und meinungsstark.
Pfarrer Thomas Keßler schätzte ihre Arbeit. In seiner Ansprache beim Requiem würdigte er ihre Verdienste und sagte Dank. Ebenso brachte sich Resi Hochgesang im CSU-Ortsverband Lebenhan und nach dessen Fusion in Brendlorenzen ein, wo sie bis 2023 Vorstandsmitglied war. Zweiter Bürgermeister Norbert Klein sprach für die CSU und hob in seinem Dank besonders ihre Aufrichtigkeit, ihre Verlässlichkeit und ihr "Herz" für ihre Mitmenschen hervor.