
Seine Premiere als neuer Revierförster erlebte Fabian Ehrlicher vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten beim Gemeinderat in Salz. Mit der Betreuung des Gemeindewaldes steht der Berufseinsteiger vor einer überschaubaren Aufgabe, da die 17 Hektar Waldfläche zu den kleinsten Gemeindewäldern im Landkreis zählt.
Zur Einführung hatte er noch seinen Chef mitgebracht, Abteilungsleiter Hubert Türich, der ihn bei der Vorstellung des Jahresbetriebsplans unterstützte. Der Rückblick auf das Jahr 2024 fiel sehr knapp aus, da im Vorjahr kein Einschlag stattfand. Da aber trotzdem Fixkosten anfielen, entstand ein Defizit von 2600 Euro, berichtete Ehrlicher.
In diesem Jahr soll jedoch wieder Holz geerntet werden. Allerdings halten sich die Mengen in Grenzen, denn viel mehr als einen Hiebsatz von 100 Festmeter erwartet der Forstmann nicht. Auf diese Weise könnte unterm Strich aber sogar ein kleiner Gewinn von 1000 Euro entstehen. Der Fokus soll in Zukunft stärker auf den Waldumbau gerichtet werden, da die Fichte zum Auslaufmodell gehört und das Gewicht stärker auf Laubarten gesetzt werden soll.
Frage nach gerechter Verteilung von Windrädern
Im weiteren Verlauf warf die Ausweisung von Windflächen im Regionalplan Main-Rhön die Frage nach einer gerechten Verteilung von Windrädern im Freistaat auf. Der Vermutung einiger Mandatsträger, dass die Region überproportional mit Windrädern bestückt ist, widersprach Timo Schmitt von der VG teilweise. Auch die Landeshauptstadt muss in Zukunft einen Teil ihrer Fläche für Windenergie zur Verfügung stellen, bemerkte Schmitt.
Auf der Gemeindeflur von Salz werden jedoch im Gegensatz zu den Nachbarkommunen bei Strahlungen und Rödelmaier keine Vorrangflächen für Windenergie ausgewiesen. Aus diesem Grund gab das Gremium auch keine Stellungnahme zur Änderung des Regionalplans ab.
Mehr Diskussionsstoff bot dagegen ein Anliegen der Gartenfreunde. Der Sälzer Verein möchte auf seinem Gelände eine neue Unterkunft für die Mitglieder bauen, da die bisherige Bleibe in die Jahre gekommen ist und ein Aufenthalt bei Zusammenkünften nahezu unzumutbar sei. Der Verein möchte daher mittels Container ein neues Vereinsheim mit einem Kostenaufwand von knapp 100.000 Euro errichten. Der Verein schlägt nun vor, dass die Gemeinde das Gebäude übernimmt – und den Bau finanziert – und der Verein die Räumlichkeiten anmietet. Diese Vorgehensweise betrachtete das Gremium jedoch skeptisch.
Neue Stellplatzsatzung wird ausgearbeitet
Um die Eigenverantwortung und das ehrenamtliche Engagement beim Bau zu steigern, verständigten sich die Mandatsträger auf den Vorschlag einer ähnlichen Vorgehensweise wie beim Jugendklub, der durch einen Zuschuss und einen Kredit beim Bau seiner Unterkunft unterstützt wurde. Den Gartenfreunden soll daher eine Förderung von 32.000 Euro und ein Kredit in gleicher Höhe angeboten werden.
Gewöhnlich ist der Bericht der Rechtsaufsicht zum Haushalt ein formaler Akt. Diesmal nahmen jedoch einige Volksvertreter Anstoß an der Stellungnahme der Finanzwächter, die auf Grund geplanter Kreditaufnahmen für die Haushalte in den Jahren 2026 und 2027 keine Genehmigung in Aussicht stellten. Bürgermeister Martin Schmitt blieb dagegen gelassener und bemerkte aus eigenen Erfahrung, dass sich die Vorhaben oft anders entwickeln als in einem langfristigen Plan aufgezeigt ist.
Im weiteren Verlauf beschloss das Gremium die Ausarbeitung einer neuen Stellplatzsatzung und legte fest, dass wie bisher der Bürgermeister sein Amt hauptamtlich ausübt. Ferner entschieden sich die Mitglieder des Gremiums für den Beitritt in einer Initiative der VG zur Erstellung einer kommunalen Nahwärmeplanung.