Fußball ist bei der Jugend die klare Nummer Eins beim Sport. Gleichwohl Basketball in der Schule zum Sportunterricht gehört wie Algebra zum Matheunterricht, bleibt das Spiel unterm Korb eine Randsportart. Aus diesem Abseits will der Basketball-Aktionstag der Volks- und Raiffeisenbank gemeinsam mit den Brose Baskets herausführen.
Rund 400 Schüler aus 17 Klassen des Rhön-Gymnasiums und der Bad Neustädter Realschule trafen sich dazu in der Dreifach-Turnhalle zu einem Training mit Spielern und Jugendtrainern des Bamberger Vereins, der seit Jahren an der Spitze der deutschen Basketballszene steht. An neun Stationen übten die Gäste etwa drei Stunden lang mit den 5. und 6. Klassen der beiden Schulen. Zu einem späteren Zeitpunkt werden dann in verschiedenen Orten Unterfrankens Turniere ausgetragen, deren Sieger bei der Endrunde in Bamberg antreten.
Werbung kann die Sportart trotz eines Dirk Nowitzkis gebrauchen, beteuert Reiner Kortmann, Abteilungsleiter für Basketball beim TSV Brendlorenzen. „Wir sind der einzige Verein im Landkreis, der Basketball im Landkreis.“ Um vielleicht hie und da Interesse zu wecken, richtet er auch ein paar Worte an die Teilnehmer. Immerhin reiche der Kader im Verein, um eine Mannschaft für den Spielbetrieb aufzustellen, die allerdings zu den Spielstätten in halb Unterfranken reisen muss.
Bei den Kindern in der Halle scheint das Angebot zu fruchten. Mit Einsatz und Disziplin sind sie bei der Sache und folgen den Anweisungen der Profis. Unübersehbarer Star ist der 2,17 Meter große Andy Nicklaus, der beim Korbwurf scheinbar gar nicht mehr abspringen muss.