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Kleinbardorf
Bürgerversammlung Kleinbardorf: Haus- und Grundbesitzer sollen mit durchschnittlich 3000 Euro zur Kanalsanierung beitragen
Streitpunkt Containerplatz: Auf einen neuen Standort für den Wertstoffcontainer konnte man sich in der Bürgerversammlung in Kleinbardorf nicht einigen.
Foto: Michael Petzold | Streitpunkt Containerplatz: Auf einen neuen Standort für den Wertstoffcontainer konnte man sich in der Bürgerversammlung in Kleinbardorf nicht einigen.
Michael Petzold
 |  aktualisiert: 30.03.2025 13:28 Uhr

Nur wenige Stunden vor Beginn der Bürgerversammlung in der alten Schule in Kleinbardorf waren die neuen Stühle angekommen, die sich als deutlich bequemer herausstellten als die alten, die 40 Jahre ihren Dienst getan hatten. Gehörig Sitzfleisch mussten die über 70 Teilnehmer auch mitbringen in der gut dreistündigen Veranstaltung, in der Bürgermeister Jürgen Heusinger die relevanten Themen bisweilen sehr detailreich schilderte.

Stichwort Kanalsanierung: Hier sollen alle Einwohner der drei Ortsteile mit einem eigenen Haus und Grundstück in den Sparstrumpf greifen. Rund 3000 Euro an Beiträgen will die Gemeinde zur Finanzierung der 2,2 Millionen Euro Eigenanteil für die Sanierungen in Sulzfeld und Kleinbardorf von den knapp 1000 Haushalten im Durchschnitt einnehmen. Dabei handele es sich um eine vorläufige Berechnung, erklärte Heusinger. Die tatsächliche Summe richte sich nach der Größe des Grundstücks und der Wohnfläche. Eine Finanzierung ausschließlich über Gebühren hatte der Gemeinderat abgelehnt. Reaktionen seitens der Versammlungsbesucher gab es keine, Kleinbardorf steigt erst 2026 in die Sanierung ein.

Stichwort Gemeinde-App: Zu Beginn der Veranstaltung hatte Gemeindemitarbeiterin Melanie Buhl die neue Gemeinde-App vorgestellt, die jetzt schon funktionstüchtig ist, sich aber noch in der Aufbauphase befindet. Verbesserungsvorschläge können über einen Mängelmelder eingereicht werden. In der Folge sollen deutlich weniger Info-Hefte gedruckt werden, um einen Großteil der bislang jährlich 20.000 Euro einzusparen.

Wo soll der Wertstoffcontainer in Kleinbardorf hin?

Stichwort Wertstoffcontainer: Ein Thema, das von Besuchern ins Spiel gebracht wurde. Der Standort in der Dorfmitte von Kleinbardorf hat sich als ungünstig erwiesen, weil hier auch viele Durchfahrende Altglas, Altpapier und Dosen loswerden. Jedenfalls sind die Container ständig voll, wie ein Bürger feststellte. Auch die Gemeinde ist nicht zufrieden, weil dort häufig anderer Müll entsorgt werde, der von Gemeindearbeitern entfernt werden muss, so Heusinger. Bei der Suche nach einem anderen Standort wurde man sich nicht einig. Der Bürgermeister schlug das alte Feuerwehrhaus vor, andere die Maschinenhalle oder das Sportheim.

Stichwort Feuerwehrhaus: Voll des Lobes war Heusinger über das große Engagement der Ehrenamtlichen, die mit ihrem Einsatz dafür sorgen, dass die Kosten für die Gemeinde beim Bau des neuen Feuerwehrhauses erträglich bleiben. Es bleibt wohl bei den 250.000 Euro, die bei einem Anbau an das alte Feuerwehrgeräthaus auch hätten aufgebracht werden müssen. Die Fertigstellung ist für Mitte nächsten Jahres vorgesehen.

Bauplatzmangel ist Thema in der Bürgerversammlung

Stichwort Bauplätze: Seit jeher ist der Bauplatzmangel ein Thema bei Bürgerversammlungen. Auch dieses Mal gab es dazu deutliche Kritik. Abhilfe soll das in Planung befindliche Baugebiet "Nördlich der Staatsstraße 2282" schaffen. Bürgermeister Heusinger rechnet mit Erschließungskosten von rund einer Million Euro für das gesamte Gebiet und meinte, dass man die Erschließung abschnittsweise vornehmen sollte, um nicht schnell wieder vor dem Problem zu stehen, zu wenig Plätze anbieten zu können. Bislang hätten sich drei Bauwillige gemeldet.

Die Firma Südwerk baut derzeit in der Flur zwischen Klein-und Großbardorf ein Umspannwerk für grünen Strom aus dem Grabfeld.
Foto: Michael Petzold | Die Firma Südwerk baut derzeit in der Flur zwischen Klein-und Großbardorf ein Umspannwerk für grünen Strom aus dem Grabfeld.

Stichwort Energieversorgung: Die Firma Südwerk ist dabei, ein Umspannwerk in der Flur zwischen Klein- und Großbardorf zu errichten. Wenn das Bayernwerk zustimme, so Heusinger, könnte bald der Mega-Stromspeicher gebaut werden. Davon werde auch die Gemeinde profitieren.

Stichwort Umgehungstraße: Bürgermeister Heusinger berichtete von einem Angebot des bayerischen Bauministeriums. Beim Verzicht auf die Realisierung der Umgehungsstraße von Sulzfeld und Kleinbardorf, gebe es die Bereitschaft, umfangreiche Maßnahmen aus dem "Innovationstopf für Staatsstraßen" zum Ausbau der Ortsdurchfahrten zu finanzieren. Eine ausführliche Berichterstattung zu diesem Thema folgt im Artikel über die Bürgerversammlung in Sulzfeld.

 
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