
Im Ortsteil Geckenau endete heuer die diesjährige "Tour der Besengau-Bürgerversammlungen". Im dortigen Feuerwehrheim ließ Bürgermeister Tobias Seufert mit einem Großteil seines Gemeinderates zunächst das Jahr 2024 aus gemeindlicher Sicht Revue passieren, informierte über die finanzielle Entwicklung, über Projekte, die abgeschlossen oder begonnen wurden oder noch anstehen.
Geckenaus Ortsbeauftragter Wolfgang Grom konnte stolz Arbeiten vorweisen, die man im vergangenen Jahr gemeinsam im Ort angepackt hatte. So hatten Angehörige der örtlichen Feuerwehr, dem einzigen Verein in Geckenau, in Eigeninitiative das alte Feuerwehrgerätehaus, die Plakatanschlagtafel sowie das Buswartehäuschen mit einem neuen Farbanstrich versehen.
Diesen positiven Informationen folgten aber auch weniger erfreuliche Vorfälle, die er nun öffentlich anprangerte. So wurden an zwei Jungpflanzungen an der Dorfstraße sowie auf dem Kinderspielplatz Baumfrevel verübt und ein auf dem Spielplatz zum Gießen der dortigen jungen Platane abgestelltes Wasserfass wurde mutwillig beschädigt. Der Ortsbeauftragte zeigte sich sichtlich verärgert über diese unsinnigen Taten.
Geckenauer beteiligten sich rege und kritisch an den Diskussionen
Angesichts der Risse in der Dorfgemeinschaft, die sich seit einiger Zeit aufgetan haben, forderte er dazu auf, nicht übereinander, sondern miteinander zu reden. Und dass die Geckenauer mit ihren Meinungen nicht hinter dem Berg halten, sehr interessiert am gemeindlichen Geschehen und auch kritisch sind, zeigte sich dann bei der lebhaften Diskussion.
Viel zustimmenden Applaus gab es für zwei junge Mütter im Ort, die nach eigener Aussage "die Dorfgemeinschaft bereichern und Geckenau weiter aufleben lassen wollen". Sie möchten mit verschiedenen Aktionen, wie einer Aufwertung der Ortsmitte, mit Nikolausbesuch, Jung wie Alt ansprechen.
Verlesen wurde der Brief einer älteren Einwohnerin, die neben einigen, später teilweise richtig gestellten Anmerkungen zum Blumen- und zum Osterschmuck am Dorfbrunnen Geckenau wieder als "Ort des Friedens, der Gemeinschaft und des Miteinanders" sehen möchte. Was den Blumenschmuck im Ort und die Pflege der öffentlichen Grünflächen anbelangt, gehen die Meinungen auseinander.
Während einerseits ein sauberes, gepflegtes Ortsbild gewünscht wird, forderte die Gegenseite, weniger zu mähen, um Kosten zu sparen und den Insekten und auch den Dorfkindern mehr Blühflächen anzubieten. Sehr konträr wurde auch der Gedanke einer Bürgerin diskutiert, an der Marienkapelle doch eine "Urnenwiese" anzulegen.
Da dafür zahlreiche Vorschriften zu beachten wären, legte Bürgermeister Tobias Seufert der Ideengeberin ans Herzen, zunächst erst einmal einen schriftlichen Antrag mit einer Unterschriftenliste einzureichen. Dann werde der Gemeinderat über diesen Vorschlag befinden.
Stark befahrene Straße nach Bastheim bereitet den Bürgern Sorgen
Vielen ist das Befahren der Ortsverbindungsstraße nach Bastheim mit schweren Traktoren und Lkw ein Dorn im Auge. Sie fürchten um die Gesundheit der Kinder, Fußgänger und Radfahrer auf dieser Straße, die über keinen Gehweg verfügt. Die Zu- und Abfahrt zur Biogasanlage zwischen Bastheim und Geckenau habe zu Einbußen bei der Lebensqualität geführt, so die Feststellung einer Bürgerin.
Verärgert zeigte man sich auch darüber, dass immer wieder die 7,5-Tonnen-Beschränkung der Rundbogenbrücke missachtet wird. Hier soll ein zusätzlicher Hinweis angebracht werden.
Angesprochen wurden noch die notwendige Restaurierung von Bildstock und Flurkreuz, der geplante Kreisel auf der Bündkreuzung, der Radweg nach Braidbach sowie der Dorfbrunnen. Angeregt wurde zudem, eine Brücke zur "Naherholungsinsel" an der Fischtreppe zu errichten, die in den Wintermonaten oder bei Hochwasser abgebaut werden kann.