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Braidbach
Bürgermeistertour durch den Besengau: Informationen und viele Anregungen
Ein Anlieger hat eine überdachte Sitzgelegenheit am Kinderspielplatz in Wechterswinkel errichtet, was ihm den Dank und ein Lob von Bürgermeister Tobias Seufert einbrachte.
Foto: Klaus-Dieter Hahn | Ein Anlieger hat eine überdachte Sitzgelegenheit am Kinderspielplatz in Wechterswinkel errichtet, was ihm den Dank und ein Lob von Bürgermeister Tobias Seufert einbrachte.
Klaus-Dieter Hahn
 |  aktualisiert: 02.04.2025 10:24 Uhr

In den vergangenen Wochen war Bürgermeister Tobias Seufert mit seinem Gemeinderat durch die Ortsteile getourt, um die Bevölkerung über die Entwicklung der Gemeinde, die Situation der Gemeindefinanzen, über den Stand von Projekten und geplante Maßnahmen zu informieren. In diesen Bürgerversammlungen suchte er das Gespräch mit den Einwohnern.

Im kleinsten Ort Braidbach mit seinen 92 Dorfbewohnern waren 2024 keine Geburten zu vermelden. Im dortigen Friedhof ist man, wie auch in Rödles und Wechterswinkel damit beschäftigt, Möglichkeiten zu schaffen, Urnen pietätvoll zu bestatten. Aus der Bevölkerung kam bei der Bürgerversammlung der Hinweis, gegen die zunehmende Verschlammung des Riedwiesenbachs im Ort etwas zu unternehmen. Außerdem würde der Bach die angrenzenden Mauerfundamente unterspülen. Moniert wurde der schlechte Zustand des Flurwegs zum Eierhof Then und die zu steile Verbindung des Kapellenweges mit dem Lindenweg.

Im Nachbarort Reyersbach, in dem zum Ende letzten Jahres 315 Menschen lebten, konnte man 2024 endlich aufatmen: Die Jahre mit den vielen Wasserrohrbrüchen auf der Fernleitungsstrecke zwischen Braidbach und Reyersbach sollten nun der Vergangenheit angehören. Die Gemeinde hat eine neue Trinkwassertransportleitung nach Reyersbach bauen lassen, die am 27. August in Betrieb genommen wurde.

Feuerwehrhaus als Herzensanliegen

Aus der Bürgerversammlung kam der Wunsch, den Schönauer Weg aufzuschottern oder auch Bäume an Gewässern zurückzuschneiden. Wie andernorts auch fehlt es an Baugrundstücken, weil Privatleute nicht bereit sind, ihre Flächen für Bauland zur Verfügung zu stellen, wie Bürgermeister Seufert auf eine entsprechende Anfrage feststellte.

Die Rödleser präsentierten sich bei ihrem Bürgerforum im dortigen Dorfgemeinschaftshaus, an dem die Holzfassade heuer in Eigenleistung von den Einwohnern aufgefrischt werden soll. Material und Gerüst für dieses Bürgerengagement stellt die Gemeinde, so die Zusicherung des Ortsoberhauptes. Ein Herzensanliegen der Bürger in dem 174-Einwohner-Dorf ist seit Jahren ein neues Feuerwehrgerätehaus. Nachdem heuer die Planung über die Bühne geht, soll es 2026 an die Umsetzung gehen, stellte Seufert in Aussicht.

Kritisiert wurde, dass die Gemeinde nicht die von der Wehr gewünschte Pumpe angeschafft hat. Der Bürgermeister verteidigte den Kauf, da man schon mehrere Ortsteilwehren mit einer Pumpe dieses Fabrikats ausgestattet hat und damit Unterhaltungskosten spart.

Neues Baugebiet für Unterwaldbehrungen

Mit 290 Einwohnern ist Unterwaldbehrungen der drittgrößte Ortsteil der Gemeinde. Die Nahwärmeversorgung im Dorf ist zum Erfolgsmodell geworden. Auch ist man dabei, mit dem Bebauungsplan "Sohl" ein neues Baugebiet mit zwölf Bauplätzen auszuweisen. Nachfragen nach dem künftigen Bauplatzpreis konnte der Bürgermeister noch nicht beantworten.

Für den Feuerlöschweiher steht die wasserrechtliche Erlaubnis noch immer aus. Wenn sie nicht erteilt wird, muss er wohl zugeschüttet werden, kündigte das Ortsoberhaut an. Das beschädigte Friedhofskreuz soll im Zuge der Restaurierung versetzt werden. Gemeinsam mit dem Glockengeläut soll nach Absprache mit der Kirchenverwaltung die Uhrenanlage repariert werden. Solange wird die Kirchturmuhr nur zweimal täglich die richtige Uhrzeit anzeigen.

In Wechterswinkel wird den Besuchern des Kinderspielplatzes eine neue, überdachte Sitzgelegenheit angeboten. Sie wurde vom Anwohner Hendrik Schneider gebaut und mit einigen weiteren Helfern errichtet. Das historische Klosterdorf zählte Ende 2024 231 Einwohner. Dauerthema dort ist eine Unter- bzw. Überführung der viel befahrenen Staatsstraße, die den Ort zwischen dem Baugebiet "Hopfenstock" und dem Restdorf durchschneidet.

Parkplatzsituation am Kloster im Fokus

Doch das ist und bleibt erst einmal Wunschdenken. Eine kleine Verbesserung ist durch die Reduzierung der Höchstgeschwindigkeit auf der Staatsstraße in diesem Abschnitt von 80 auf 70 Stundenkilometer erreicht worden, so Tobias Seufert. Die Parkplatzsituation bei Großveranstaltungen im Kreiskulturzentraum "Kloster Wechterswinkel" ist ebenfalls bereits seit einiger Zeit im Fokus der Einwohner. Ein Tempolimit sowie ein Bus-Shuttleverkehr waren dazu Vorschläge aus den Reihen der Bürger.

Verbessert werden soll die noch unbefriedigende Mobilfunkversorgung im Ort. Die Telekom wird erneut eine Prüfung der bereits in der Vergangenheit vorgeschlagenen Standorte im Außenbereich vornehmen, so der Bürgermeister auf Anfrage.

Der Riedwiesenbach in Braidbach ist verschlammt und unterspült Mauerfundamente, wurde bei der Bürgerversammlung moniert.
Foto: Klaus-Dieter Hahn | Der Riedwiesenbach in Braidbach ist verschlammt und unterspült Mauerfundamente, wurde bei der Bürgerversammlung moniert.
 
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