
Das Kreismedienzentrum Main-Tauber-Kreis in Distelhausen hat kürzlich den ersten Fachtag "KI und Schule" für Lehrkräfte organisiert. Die Veranstaltung zog über 130 Teilnehmer an und bot 30 Vorträge und Workshops zu den neuesten Entwicklungen der Künstlichen Intelligenz (KI) und deren Anwendung im Bildungswesen. Das geht aus einem Schreiben des Kreismedienzentrums hervor, dem auch folgende Informationen entnommen sind.
Mit dem Fachtag sollte die komplette Bandbreite der Künstlichen Intelligenz gezeigt werden – einerseits, um Potentiale zu nutzen, andererseits um Gefahrenquellen im Umgang mit der Technik zu minimieren, wie Ulf Neumann, Leiter des KMZ, erklärte.
Thomas Irion, Direktor des Zentrums für Medienbildung an der Pädagogischen Hochschule Schwäbisch Gmünd, erläuterte in seinem Vortrag die potenziellen Veränderungen durch KI im Bildungssektor. Er betonte, dass KI nicht nur effizienteren Unterricht ermögliche, sondern auch die Inklusion und individuelle Förderung verbessern kann. Er nannte vier Argumente für den Einsatz von KI in der Bildung: die Alltagsrelevanz für Kinder und Jugendliche, die Notwendigkeit von KI-Kompetenzen für die Zukunft, die Möglichkeit personalisierter Lernangebote und die Entlastung von Lehrkräften durch Übernahme von Routineaufgaben.
Alexander Fischer vom Medienzentrum Mittelbaden zeigte konkrete Anwendungsmöglichkeiten von KI im Schulalltag auf. Er diskutierte die Nutzung von KI-Tools wie ChatGPT für Textverarbeitung, automatische Korrekturen und die Planung von Unterrichtseinheiten. Fischer regte eine Diskussion über die zukünftige Prüfungs- und Leistungskultur an, indem er die Rolle von KI in Prüfungen hinterfragte.
Der Fachtag bot zudem Workshops zu praktischen Anwendungen und fachdidaktischen Ansätzen zur Integration von KI in den Unterricht. Themen waren unter anderem die Grundlagen und Funktionsweisen von KI, der Einsatz im Fachunterricht und die Unterstützung individueller Lernpfade.
Weitere Informationen zu den Vorträgen und Workshops gibt es auf www.kmz-tbb.de
