Die Analyse des Wahlergebnisses stand im Mittelpunkt der Kreismitgliederversammlung der Grünen Main-Tauber. Bei der Sitzung waren ihr Direktkandidat bei der Bundestagswahl, Horst Berger, und ihr Betreuungsabgeordneter, Sebastian Schäfer, die prominenten Gäste, heißt es in einer Pressemitteilung der Grünen Main-Tauber, der diese Informationen entnommen sind.
Berger zeigte sich enttäuscht darüber, dass im Wahlkreis Odenwald-Tauber weniger Erststimmen auf ihn entfielen als Zweitstimmen auf die Grünen. Von beiden grünen Kreisverbänden sei er im Wahlkampf hervorragend unterstützt worden. Zahlreiche Videoclips wurden produziert und beworben, was zu 80.000 zusätzlichen Klicks geführt habe. Er habe sich Sonderurlaub genommen und über 50 Termine vor Ort gehabt.
Dass das Ergebnis dennoch hinter den Erwartungen blieb, erklärte er mit einer starken Polarisierung. Die Grünen hätten stark an die Linke und an die CDU verloren, aber mehr Stimmen von der FDP gewonnen als von der SPD. Der Landtagswahl am 8. März 2026 in Baden-Württemberg blicke er dennoch zuversichtlich entgegen. Mit Cem Özdemir an der Spitze sei die Partei hervorragend aufgestellt.
Kreisschatzmeister Rainer Moritz stellte den Kassenbericht 2024 vor, der zum einen geprägt war von den zahlreichen Wahlkampfaktivitäten, zum anderen aber auch von einem sehr starken Zuwachs an Mitgliedern. In getrennten Wahlgängen mussten unter der Leitung der Kreisvorsitzenden Birgit Väth die Delegierten des Kreisverbands gewählt werden. Gewählt wurden Linda Peralta und Lennart Erlenbach. Als Ersatzdelegierte wurden Anna Schwab, Florian Lessing und Rainer Moritz nominiert.
Gemeinsam wollen sie Gerd Bayer bei der Landesdelegiertenversammlung unterstützen, der bei der Landtagswahl im Main-Tauber-Kreis für die Grünen kandidiert. Der Listenparteitag der Grünen für die Landtagswahl findet im Mai dieses Jahres in Heidenheim statt.