
Unter dem Motto "Gemeinsam für den Klimaschutz: Maßnahmen entwickeln und Zukunft gestalten!" hat kürzlich die Ideenwerkstatt zur Fortschreibung des integrierten Klimaschutzkonzeptes des Main-Tauber-Kreises im Landratsamt stattgefunden. Diese und folgende Informationen sind einer Pressemitteilung des Landratsamtes Main-Tauber-Kreis entnommen.
"Bereits im Jahr 2018 wurden mit dem integrierten Klimaschutzkonzept Maßnahmen ergriffen, um die Weichen für eine nachhaltige Zukunft zu stellen", so Landrat Christoph Schauder. Die Rahmenbedingungen hätten sich jedoch verändert und durch die steigenden Anforderungen beim Klimaschutz müssten die Maßnahmen des Main-Tauber-Kreises angepasst werden. "Der Klimawandel ist zur Realität geworden und seine Auswirkungen sind unmittelbar spürbar", wird Schauder weiter zitiert.
Zudem gab er einen Überblick über die bereits erreichten Punkten beim Klimaschutz, wie das Projekt "Energieeffizienz", wo die energetische Sanierung von Bestandswohngebäuden verfolgt wird. Das Projekt „Solarinitiative“ soll den Ausbau erneuerbarer Energien im Landkreis stärken.
Ein weiteres Projekt sind die drei in Betrieb befindlichen Mobilitätszentralen im Landkreis. Die erste Mobilitätszentrale wurde im Jahr 2019 im Bahnhof in Bad Mergentheim eröffnet. Im Jahr 2022 folgte die zweite Station im Bahnhof in Wertheim. Die dritte Mobilitätszentrale eröffnete im Jahr 2024 am Bahnhof in Lauda. Bürgerinnen und Bürger sowie Landkreisbesucher können sich dort zu aktuellen Verbindungen informieren sowie Nah- und Fernverkehrsfahrscheine kaufen. Außer diesen klassischen Dienstleistungen wird das Mobilitätsangebot um ein E-Car- und E-Bike-Sharing erweitert.
Im Rahmen der Ideenwerkstatt wurden an sechs Thementischen gemeinsam mit Vertretern der Politik, der Unternehmen, der Energieversorger sowie der lokalen Institutionen und Verbände über die Weiterentwicklung aktueller Maßnahmen sowie über neue Ideen gesprochen. Am Thementisch "Klimafreundliche Mobilität und Tourismus" lag der Schwerpunkt der Diskussion auf der Weiterentwicklung der bereits bestehenden Mobilitätszentralen im Landkreis. Es wurde vorgeschlagen, die Carsharing-Angebote auszuweiten sowie mithilfe neuer Angebote weitere Anreize zu schaffen.
Das bereits etablierte Projekt "Kleine Energiedetektive" an Schulen und Kindertageseinrichtungen im Landkreis könnte ausgeweitet werden. Zusätzlich sollen neue Projekte an weiterführenden Schulen initiiert werden. Ebenso wurden viele Ideen und Vorschläge zu den Themen "Nutzung Erneuerbarer Energien zur Strom- und Wärmeversorgung", "Abfall- und Kreislaufwirtschaft", "Forst- und Landwirtschaft" und "Klimaschutz in (kreiseigenen) Liegenschaften" erarbeitet.
"Ich bedanke mich bei allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern für ihr Engagement. Es zeigt, dass der Klimaschutz nicht nur eine globale Herausforderung ist, sondern auch eine Aufgabe, die wir hier vor Ort aktiv gestalten können", sagte Ursula Mühleck, Dezernentin für Kreisentwicklung und Bildung.
Die eingebrachten Vorschläge werden nun ausgewertet, auf Umsetzbarkeit und CO₂-Einsparungen der Kosteneinsparungen und des Aufwands priorisiert.
Im Rahmen einer weiteren Veranstaltung sollen die Maßnahmen konkretisiert werden. Ziel ist es, im Herbst dieses Jahres das fortgeschriebene Klimaschutzkonzept des Landkreises in den Kreistagsgremien zu verabschieden, so die Pressemitteilung abschließend.
