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Wittighausen
Bauauftrag für das Baugebiet Oberdorf in Vilchband vergeben
Auf der spitz zulaufenden Fläche oben rechts im Bild soll in Vilchband ein neues Baugebiet entstehen. Die entsprechenden Erschließungsarbeiten vergab der Wittighäuser Gemeinderat.
Foto: Matthias Ernst | Auf der spitz zulaufenden Fläche oben rechts im Bild soll in Vilchband ein neues Baugebiet entstehen. Die entsprechenden Erschließungsarbeiten vergab der Wittighäuser Gemeinderat.
Matthias Ernst
 |  aktualisiert: 31.03.2025 02:32 Uhr

In der vergangenen Sitzung des Gemeinderates im Rathaussaal in Unterwittighausen wurde der Bauauftrag für die Erschließungsarbeiten im neuen Baugebiet "Oberdorf" in der Gemarkung Vilchband vergeben. Die Boller-Bau GmbH aus Distelhausen konnte sich mit einer Pauschalangebotssumme von brutto 678.300 Euro durchsetzen und wird die Erschließungsmaßnahmen in diesem Neubaugebiet durchführen.

Im Zuge der Ausschreibung wurden neben dem Hauptangebot auch Nebenangebote zugelassen. Die Boller-Bau GmbH legte zwei Nebenangebote vor, die einer sorgfältigen Prüfung unterzogen wurden. Das erste Nebenangebot, mit einer Summe von brutto 678.300 Euro, erfüllte alle Anforderungen und konnte in die Wertung aufgenommen werden. Das zweite Nebenangebot, welches eine technisch minderwertige Änderung beinhaltete (nicht gütegeprüfter Ausbauschotter), wurde hingegen von der Wertung ausgeschlossen.

Alle abgegebenen Angebote wurden auf Wirtschaftlichkeit und rechnerische Richtigkeit geprüft. Die Preise lagen größtenteils im üblichen Bereich der gegenwärtigen Baupreise. Die Boller-Bau GmbH überzeugte mit dem günstigsten und zugleich wirtschaftlichsten Angebot, was sie zur bevorzugten Wahl machte. "Die Boller-Bau GmbH ist uns und der Gemeinde Wittighausen bestens bekannt", erklärte Bürgermeister Marcus Wessels.

Ein Teil des Auftragsvolumens wird für die Erschließung des Gewerbegrundstücks der Firma Klotz aufgewendet. Die genaue Aufteilung der Kosten wird zu einem späteren Zeitpunkt festgelegt. Der Auftrag für die Erschließungsarbeiten im Baugebiet "Oberdorf" wird nun entsprechend vergeben.

In einer Sitzung des Gemeinderats wurde zudem ein wichtiger Beschluss zur Klärschlammverwertung im Main-Tauber-Kreis gefasst. Der Rat stimmte dem Abschluss einer öffentlich-rechtlichen Vereinbarung zu, die den Beitritt zur gemeinsamen Klärschlammverwertung in einem Zweckverband "Klärschlammverwertung Main-Tauber-Aisch" regelt. Der Zweckverband, dessen Gründung noch in diesem Jahr vorgesehen ist, wird ab 2029 die Verantwortung für die Verwertung des Klärschlamms aus den Kommunen des Main-Tauber-Kreises übernehmen.

"Mit dieser Vereinbarung sichern wir nicht nur die langfristige Entsorgung des Klärschlamms, sondern auch die wichtige Phosphor-Rückgewinnung, die eine zentrale Rolle für die Umwelt spielt", so Bürgermeister Marcus Wessels.

Der Ursprung dieser Zusammenarbeit geht auf das Jahr 2004 zurück, als Kommunen im Main-Tauber-Kreis beschlossen, die Klärschlammentsorgung gemeinsam zu organisieren. Damals wurde der europaweite Ausschreibungsprozess zur Verbrennung des Klärschlamms an die Firma BAGeno aus Bad Mergentheim vergeben. Der Vertrag läuft jedoch Ende 2026 aus.

Im Zuge der Planungen für die Zeit nach 2026 wurde ein langfristiges Konzept entwickelt, das auf die Gründung des neuen Zweckverbands abzielt. Ab 2029 wird der Zweckverband alle Verwertungsschritte übernehmen, von der Trocknung des Klärschlamms bis hin zur Phosphorrückgewinnung. Die Stadt Würzburg wird dabei eine zentrale Rolle spielen, mit dem Bau einer Klärschlammtrocknungsanlage am Müllheizkraftwerk und der anschließenden thermischen Behandlung in einem Gemeinschaftskraftwerk in Schweinfurt.

Neben der Phosphor-Rückgewinnung, die eine umweltfreundliche Ressourcennutzung ermöglicht, werden die Kommunen durch diese Zusammenarbeit auch die wirtschaftlichen Vorteile nutzen können. Die Stadt Wertheim wird die Aufgabe der Klärschlammverwertung übernehmen und die anderen Kommunen im Zweckverband vertreten. Hierzu wird die Stadt auch an der Gründungsversammlung des neuen Zweckverbands teilnehmen und den Satzungstext mitbeschließen.

Bürgermeister Marcus Wessels wies nochmal auf die 2. Bürgerbeteiligung im Rahmen des Gemeindeentwicklungskonzeptes am 2. April um 17 Uhr in der Aula der Grundschule hin.

 
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