Das Flachdach über der unbewohnten Hausmeisterwohnung des alten Postgebäudes an der Ludwigstraße, das der Stadt gehört, ist undicht. Weil die Wohnung im Obergeschoss nur über das Gebäude der Telekom betretbar sei, sei der Schaden erst bemerkt worden, als im Erdgeschoss ein Wasserfleck an der Decke erschienen sei, berichtete Bauamtsleiter Ingo Schmitt in der jüngsten Sitzung des Lohrer Stadtrats.
Die Dachfolie sei geschrumpft und an mehreren Stellen gerissen. Reparaturen wie etwa ein Notdach seien so teuer, dass die Ausgaben bei einer künftigen Veräußerung des Areals nicht mehr hereingeholt werden könnten.
Schmitt will deshalb nichts unternehmen. Brigitte Riedmann (FW) wollte wissen, in welchem Turnus städtische Immobilien kontrolliert werden. Der Schaden sei nicht der erste Fall. Laut Schmitt war der städtische Hausmeister im Gebäude, aber nicht in dieser Wohnung.
Regeln für Begehungen
Man wolle nun Regeln für Begehungen städtischer Immobilien aufstellen, aber keine langen Kontrolllisten, sondern Kontrollen "mit gesundem Menschenverstand" in einem bestimmten Rhythmus.
Dirk Rieb (CSU) forderte, den schon länger anvisierten Verkauf der Immobilie endlich anzugehen. Den von Karl-Hermann Hummel (Bürgerverein) ins Gespräch gebrachten Teilabriss lehnte Bürgermeister Mario Paul ab: Das könne ein Investor bei einer Neubebauung des Areals besser und schneller.