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Holzkirchen
Wohin mit den Kindern in den nächsten zwei Jahren?
Ab 2026 wird der gemeindliche Kindergarten erweitert. Wird das Pfarrheim in Wüstenzell als Ausweichquartier genutzt oder entscheidet sich der Gemeinderat doch für eine Containerlösung?
Foto: Ernst Pscheidl (Archivfoto) | Ab 2026 wird der gemeindliche Kindergarten erweitert. Wird das Pfarrheim in Wüstenzell als Ausweichquartier genutzt oder entscheidet sich der Gemeinderat doch für eine Containerlösung?
Ernst Pscheidl
 |  aktualisiert: 02.04.2025 10:57 Uhr

Mit der Erweiterung der Kindertageseinrichtung in den Jahren 2026 und 2027 wartet eine finanzielle Herausforderung auf die Gemeinde Holzkirchen. Die Gesamtmaßnahme kostet, so Bürgermeister Daniel Bachmann in der jüngsten Sitzung des Gemeinderates, etwa 2,3 Millionen Euro. Um das Bauvorhaben im nächsten Jahr beginnen zu können, muss die Gemeinde ein Ausweichquartier für etwa 50 Kinder schaffen.

Der Gemeinderat hat das Architekturbüro Gruber-Hettiger-Haus mit der Planung für die Vorbereitung des Pfarrheims in Wüstenzell als befristetes Ausweichquartier beauftragt. Architekt Manuel Haus hat daraufhin eine Machbarkeitsstudie erstellt. Auch eine Containerlösung an drei in Frage kommenden Standorten wurde vorgestellt und im Detail erläutert.

Wo die Container aufgestellt werden könnten

Ein Standort für die 29 Zimmercontainer könnte westlich vom Feuerwehrhaus in Holzkirchen am ehemaligen Bauhof sein. Auch im Klostergarten würde sich eine Fläche anbieten, die zentral liegt und wo alle Anschlüsse wie Strom, Wasser und Abwasser vor Ort sind. Ein weiterer Standort könnte der Bereich auf dem Sportgelände auf der Heide sein, mitten in der Natur.

Bei der Aufstellung der Studie hat sich aufgrund der dazugehörigen groben Kostenermittlung ergeben, dass entgegen der ursprünglichen Auffassung eine Containerlösung durchaus in Betracht kommen könnte. Das Pfarrheim Wüstenzell oder die Containervariante würden Kosten in Höhe von etwa 300.000 Euro verursachen. Wobei zu berücksichtigen ist, dass das Pfarrheim für den späteren Rückbau, der eine bauliche Aufwertung bringen würde, so Architekt Haus, nochmals etwa 100.000 Euro verschlingt. Das Pfarrheim wäre dann für mindestens zwei Jahre für öffentliche Veranstaltungen nicht nutzbar. Der Bürgermeister mit seinem Gemeinderat haben es sich nicht leicht gemacht, hier eine endgültige Entscheidung zu treffen. Deshalb hat man sich geeinigt, diesen Punkt zurückzustellen.

Wasser- und Abwassergebühren müssen angehoben werden

Die neue Kalkulation der Wasserverbrauchs- und Abwassergebühren für den Zeitraum vom 1. Juli 2025 bis zum 30. Juni 2028 war ein weiterer Punkt auf der Tagesordnung. Die Sonderrücklage Trinkwasser weist einen negativen Bestand in Höhe von 45.283,82 Euro aus. Hauptgrund ist die Verkeimung im letzten Jahr. Deshalb ist eine Gebührenanhebung, wie Kämmerer Manfred Winzenhöler vorschlug, von bisher 1,30 auf 2,67 Euro pro Kubikmeter notwendig. Auch die Schmutzwassergebühr muss von 3,20 Euro auf 4 Euro pro Kubikmeter angehoben werden. Gründe sind hierfür eine negative Sonderrücklage, die Erhöhung der Einleitungsgebühr der Stadt Wertheim, der Rückgang der abzurechnenden Schmutzwassergebühr sowie allgemeine Preissteigerungen. Erfreulich dagegen ist die Senkung der Niederschlagswassergebühr von 0,60 Euro auf 0,39 Euro pro Quadratmeter.

Das Haushaltsvolumen 2025 beträgt 2.757.512 Euro. Davon entfallen auf den Verwaltungshaushalt 2.262.599 Euro und auf den Vermögenshaushalt 495.913 Euro, darin ist eine Zuführung an den Vermögenshaushalt von nur 2.795 Euro enthalten. 2024 waren es hier noch 93.186,00 Euro. Finanzielle Spielräume für weitere Investitionsmaßnahmen sind aus Sicht der Finanzverwaltung in den nächsten Jahren nicht vorhanden, mahnte Kämmerer Manfred Winzenhöler in seiner Schlussbemerkung.

Die Klostermauer, die um den Benediktushof führt, soll instandgesetzt werden. Die Gemeinde ist bei einem Mauerabschnitt im Westen betroffen. Die veranschlagten Kosten belaufen sich auf etwa 60.000 Euro, für die eine Förderung von etwa 15.000 Euro erwartet werden. 

 
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